Literatur · Klassik

Weg zum Besinnen


“In memoriam der Opfer von Faschismus und Krieg” überschrieb Schostakowitsch sein 1960 entstandenes Streichquartett. Klänge aus der Ostkirchen-Tradition und des jüdischen Klezmer, Zitate aus eigenen Werken, ein Trauermarsch, ein Revolutionslied – alles verbindet sich zu einer himmelschreienden Anklage wider den Stalinismus.

Dazu fügt sich Mozarts Streichquintett KV 516 atmosphärisch. Die Tonart g-moll verwendet Mozart in seinen Opern schon früh bei Arien, die von Todesahnungen erfüllt sind, mit dem g-moll Streichquintett dringt der Trauerton auch in seine Kammermusik ein.

Anna Achmatowas Gedichte evozieren dazu die Zeit des Stalinismus und des Zweiten Weltkriegs und erinnern in prägnanten Bildern an das nun 70 Jahre zurückliegende Ende des Krieges.

Programm:

D. Schostakovich: Streichquartett in c-moll, op. 110
W. A. Mozart: Streichquintett in g-moll, KV 516
Gedichte von Ana Achmatowa

Elisabeth Orth, die Doyenne des Wiener Burgtheaters, liest Lyrik von Anna Achmatova

Besetzung:

Elisabeth Orth, Sprecherin

Isabel Charisius, Violine
Christoph Ehrenfellner, Violine
Firmian Lermer, Viola
Elen Guloyan, Viola
Franz Bartolomey, Violoncello


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