Vortrag · Theater

Was ist zu tun?


„Wir selbst sind aber nichts anderes als ein Produkt permanenter Migrationen,“ sagt Raoul Schrott, dessen großes Projekt es ist, wie ein Archäologe die verschiedenen Schichten unserer Mentalität freizulegen. Als Übersetzer des Gilgamesch-Epos und der Ilias dringt Schrott tief in die Anfänge unserer Kultur ein.

„Die Europäer sind ein buntes Völkergemisch“, sagt er. „Die Idee, dass es etwas autochthon Europäisches gäbe, ist nicht nur falsch, sondern schlichtweg absurd.“ In seinem Gedichtband Die Kunst, an gar nichts zu glauben zieht Raoul Schrott Konsequenzen für sich selbst aus der langen Geschichte Europas. Gemeinsam mit Philipp Blom denkt er im Kasino am Schwarzenbergplatz darüber nach, wie die Politik und die Debatten der Gegenwart im Kontext viel längerer Entwicklungen stehen und welche Verantwortung und Möglichkeiten aus einer neuen Welle der Migration erwachsen.

Philipp Blom, 1970 geboren, studierte in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien und schreibt regelmäßig für europäische und amerikanische Zeitschriften und Zeitungen. Er ist seit der Spielzeit 2014/15 Gastgeber des Gesprächformats Carte Blanche am Burgtheater. Weitere Informationen zu Philipp Blom unter www.philipp-blom.eu


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