Vortrag

Was haben Sekundenschlaf, Schnarchen, hoher Blutdruck und Diabetes mit Schlafapnoe zu tun?


Wien: skydome | Die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich veranstaltet einen Informationsnachmittag mit Experten der Schlafmedizin.
Unsere Referenten sind:
Prof. Dr. Kotzailias - Neurologie und Schlafmedizin
Univ.Prof.Dr. Meinhard Kneussl Internist, Lungenfacharzt und Kardiologe
OA Dr. Thomas Schmal HNO Facharzt und Schlafmediziner
Dr. M. Eltz Zahnmedizin und Kieferorthopädie
Eine Fachausstellung ergänzt die Vorträge.
Nutzen Sie die Gelegenheit, mit den Spezialisten zu diskutieren.

Die Schlafexperten erläutern den Zusammenhang von Diabetes mit Schlafapnoe, Herzkrankheiten mit Schlafapnoe sowie Sekundenschlaf und Tagesmüdigkeit als Symptom der Schlafapnoe.

Info unter www.schlafapnoe-shg.at

Obstruktive Schlafapnoe – was ist das?
Bei einer obstruktiven Schlafapnoe verschließt sich während des Einatmens der Rachenraum. Grund für diesen Verschluss ist eine übermäßige Erschlaffung der Schlund- und Mundbodenmuskulatur sowie ein erhöhter Gewebsdruck von außen. Dadurch kann kein Sauerstoff mehr in die Lunge gelangen. Der Patient droht zu ersticken. Das Gehirn reagiert auf dieses Signal mit einer Überlebensreaktion: der Patient erwacht unbewusst, holt mit einem lauten Schnarcher Luft und beginnt wieder zu atmen. Ohne sich dessen bewusst zu sein, erlebt der Schlafapnoiker, eine Reihe von Atemstillständen.
Diese Atmungsblockaden können bis zu 600 Mal pro Nacht auftreten. Laut Gesellschaft der Schlafmedizin leiden in Österreich ca.
400.000 an obstruktiver Schlafapnoe.

Die obstruktive Schlafapnoe verschlechtert daher nicht nur die Lebensqualität auf drastische mitunter dramatische Weise, sondern auch die Überlebenswahrscheinlichkeit.

Im Alter erhöht sich das Risiko des Schlafapnoikers, während des Schlafes einem plötzlichen Herztod oder einem Schlaganfall zu erliegen. Medizinische Studien zeigen, dass bei 50-70% der Schlafapnoiker eine Bluthochdruckerkrankung vorliegt. Hingegen bei der gesamten Bevölkerung nur bei 10-20%. Andererseits findet sich bei ca. 30% der Bluthochdruckerpatienten eine Schlafapnoe, so dass die Apnoe als eine Ursache des Bluthochdrucks angenommen wird.

Leider wird die Schlafapnoe meist nicht als Krankheitsursache festgestellt, sondern lediglich deren Folgen behandelt.
Symptome der Schlafapnoe
• lautes, unregelmäßiges Schnarchen
• ständige Müdigkeit, gehäufter Einschlafzwang am Tag
• Tagesmüdigkeit
• verminderte Leistungsfähigkeit (körperlich und geistig)
• Konzentrationsschwäche
• Nervosität, Gereiztheit
• Kopfschmerzen
• Alpträume
• Depressionen
• sexuelle Funktionsstörungen, Impotenz
• Bettnässen bei Kindern
• Schwindelattacken
• Persönlichkeitsveränderungen
• Übergewicht
• nächtliches Schwitzen
Mögliche Folgen der Schlafapnoe
• Bluthochdruckerkrankung
• Herzrhythmusstörungen
• koronare Herzerkrankungen
• Depressionen
• nächtliches Nasenbluten
• Unfallgefahr (Sekundenschlaf)
• krankhafte Vermehrung der roten Blutkörperchen
• Herzinsuffizienz
• Herzinfarkt
• plötzlicher Herztod
• Schlaganfall
• Zuckerkrankheit(Diabetes)


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