Tanz

Was der Spiegel sah


Am Beginn der Geschichte steht ein magischer Spiegel - von Teufelshand gemacht. Wer in ihn hineinschaut, sieht alles, was Gut und schön ist, zu einem Nichts zusammenschwinden, und alles, was schlecht und hässlich ist, in den Vordergrund treten und noch ärger werden.

Als dieser Spiegel zerbricht und in unzählige Stücke zerspringt, fliegen winzige Scherben, kaum so groß wie ein Sandkorn, rings um die Erde und verursachen so manches Unglück. Bekommt man eine von ihnen ins Auge, sieht man nur mehr das Schlechte und Verkehrte in der Welt. Und bekommt man eines der winzigen Stücke ins Herz, gefriert dieses zu einem Eisklumpen ... So beschreibt es Hans Christian Andersen in seinem Märchen „Die Schneekönigin“.

Die TänzerInnen des Studios an der Wien, erzählen die Geschichte von Maira, die von immer noch umherfliegenden Spiegelscherben in Augen und Herz getroffen wird. Ihre Sicht auf die Welt verändert sich zum Schlechten und ihr Inneres beginnt zu Eis zu werden. Nur ein Teil ihrer Seele, der von Wärme und Liebe erfüllt ist, kämpft gegen die aufsteigende Kälte an. Doch die Macht des Spiegels ist stärker, und Maira merkt, wie sich ihr Leben immer mehr mit Andersens Märchen verstrickt. Die reale Welt beginnt zu verblassen, jegliche Erinnerung an glückliche Ereignisse und positive Gedanken verschwindet. Sie findet sich in einem märchenhaften Palast aus Eis wieder und merkt, wie sie allmählich selbst zur eiskalten, innerlich erstarrten Schneekönigin wird.

Gibt es auch für Maira die Hoffnung auf Rettung durch eine Person, die wie die kleine Gerda in Andersens Geschichte durch Liebe und den festen Glauben an das Gute in der Welt das ewige Eis zum Schmelzen bringt?

Wie jedes Jahr präsentieren sich die TänzerInnen des Studios an der Wien mit einer opulenten Abschlussaufführung, die Kinder und Erwachsene, Profis und Amateure gemeinsam auf die Bühne bringt. Verpackt in eine etwas andere Interpretation des bekannten Märchens von der Schneekönigin, erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm aus poetischen Ballettszenen, kraftvollen zeitgenössischen Stücken und energiegeladenen Musicalnummern.


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