Jazz

Warren Wolf & The Wolfpack


Warren Wolf zählt zu jenen, die ihren Jazz auf den Blues zurückführen. Groove interessiert ihn weniger. Trotz eines bluesigen Grundtons dominieren bei ihm komplexe Strukturen.

Der 1979 in Baltimore geborene Vibraphonist Warren Wolf hat bereits als Dreijähriger begonnen, sich mit Vibraphon, Marimba, Schlagzeug und Piano zu beschäftigen. Als Student des legendären Dave Samuels an der Berklee School wurde er voll vom wundervoll wabernden Sound des Vibraphons affiziert.

Man muss bedenken, dass das Vibraphon eines der umstrittensten Instrumente in der Geschichte des Jazz ist. Zumindest für Puristen. Dabei lässt sich darauf auch trefflich Qualität produzieren. Das hat die Jazzgeschichte eindrucksvoll gezeigt. Nach der Happy-Go-Lucky-Spielart des großen Lionel Hampton, emanzipierten dann Milt Jackson, Walt Dickerson, Bobby Hutcherson und Gary Burton das so schön tönende Instrument für den cerebral orientierten Modern Jazz.

Auf seiner höchst empfehlenswerten CD „Warren Wolf“ spielten notorische Nachdenker wie Bassist Christian McBride und Schlagzeuger Greg Hutchinson. Trotz seiner Grübeleien holt Wolf immens viel Wärme aus den kühlen Metallplatten seines Instruments. Der Mann hat einfach einen Sinn fürs Schöne.


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