Tanz

War Game


"Mord rufen und des Krieges Hund entfesseln" William Shakespeare

In William Shakespeares Dramen stehen Liebe und Krieg oftmals unmittelbar nebeneinander. Machtgier und alte Feindschaften zerstören manch altes Adelsgeschlecht für immer. Zugleich schrieb Shakespeare die schönsten Stücke über Liebe, Freundschaft und Toleranz zu Zeiten des Krieges.

Auch in den aktuellen Medien ist Krieg und Zerstörung tagtäglich präsent. Doch meistens findet der Krieg woanders statt. Aber was hat das mit mir zu tun?
Die meisten von uns sind in einem Land aufgewachsen, in dem sie Krieg nicht unmittelbar erleben mussten. Dennoch blickt uns Krieg durch die Berichte im Fernsehen und in anderen Medien täglich ins Auge, erinnert uns auf der bequemen Couch an unbequeme Tatsachen ... Wie reagieren wir auf diese Bilder und Berichte von den zahlreichen aktuellen Kriegsschauplätzen? Beeinflussen sie unseren Alltag und unser Leben? Was bewirken sie in uns?

Studentinnen und Studenten aus dem Studiengang Zeitgenössische Tanzpädagogik an der Konservatorium Wien Privatuniversität stellen sich diesen Fragen und bringen in Auseinandersetzung mit Shakespeares Werken ihre persönlichen Sichtweisen auf das Kriegsgeschehen heute ein. Dabei haben sich folgende Themenfelder als Ausgangspunkt für die Entwicklung der Tanzperformance herauskristallisiert: Konflikt und Eskalation, realer und virtueller bzw. sichtbarer und unsichtbarer Krieg, das Unkontrollierbare im Menschen und die Auswirkungen davon auf körperlicher und psychischer Ebene sowie im sozialen Lebensraum.

Choreografie, Tanz: Dorothea Altenburger, Monika Demmer, Clarissa Friedrichkeit, Lena Pirklhuber, Martin Wax | künstlerische Gesamtleitung: Nikolaus Selimov


Vergangene Termine