Ausstellung: Wissen

Wale – Riesen der Meere


Kaum ein anderes Säugetier übt eine derartige Faszination auf den Menschen aus.

Wale sind die Riesen der Meere und wahre Rekordhalter. Ein Blauwal wird so lang wie drei Autobusse, Orcas schwimmen bis zu 55 km/h schnell und ein Pottwal taucht in Tiefen bis 3.000 Meter. Kaum ein anderes Säugetier übt eine derartige Faszination auf den Menschen aus.

Ein Herz wie ein Kleinwagen
Herzklopfen verursacht das lebensgroße Modell eines Blauwalherzens. Der riesige Muskel hat die Größe eines Kleinwagens und wiegt bis zu einer Tonne. Pro Schlag pumpt er bis zu 5.000 Liter Blut durch den gewaltigen Walkörper. Das 300 Kilogramm schwere Modell aus Fiberglas wurde von einer Modellbaufirma in Neuseeland angefertigt. Und die Besonderheit daran: Man kann durch die Blutgefäße in das Innere des Herzens krabbeln und dort dem Herzschlag des Blauwals lauschen.

Urwale auf vier Füßen
Die nächsten Verwandten der Wale, die heute noch leben, sind die Flusspferde. Verblüffend? Tatsächlich ist die Evolution der Wale äußert interessant: Vor 50 Millionen Jahren begannen kleine, landlebende Huftiere sich erneut an ein Leben im Wasser anzupassen. Über die Jahrmillionen wurden ihre Körper stromlinienförmiger, die Hinterbeine und das Becken bildeten sich zurück. Die Vorderbeine formten sich zu Flossen, den sogenannten Flippern um. Die mächtige Schwanzflosse, die Fluke, wurde zum Antriebsorgan und die Nasenlöcher verlagerten sich auf den Scheitel und wurden zum Blasloch.
Anhand des Originalskeletts eines Finnwals kann man diese anatomischen Anpassungen genau betrachten. Das 14 Meter lange Skelett stammt von einem Finnwal, der sich vor 116 Jahren in die Ostsee verirrte und dort großes Aufsehen erregte. Überall wo er auftauchte wurde das „Meeresungeheuer“ gejagt bis er total entkräftet war und tot an der Odermündung im heutigen Polen angeschwemmt wurde. Sein Skelett war bis 1925 im „Hotel zum Walfisch“ in Cammin zu besichtigen, später gelangte es ins Meeresmuseum nach Stralsund, von wo diese Leihgabe nun stammt.

Größer, schneller, klüger: Wale brechen viele Rekorde
So ist etwa der Blauwal das größte Tier der Erde. Durch seine Hauptschlagader könnte ein Mensch hindurch schwimmen, in die Lunge strömt mit jedem Atemzug so viel Luft, wie in 750 Luftballons hineinpasst. Die viel kleineren Delfine sorgen mit ihrer Intelligenz für Erstaunen. Sie kommunizieren auf komplexe Weise bei der gemeinsamen Fischjagd. Orcas schwimmen bis zu 55 km/h schnell und sind ebenso kluge Jäger: Sie schubsen Robben und Pinguine mit Wellen ganz gezielt von Eisschollen.
Blauwale geben sehr tiefe Töne von sich, die wohl die lautesten im Tierreich darstellen. Dieser Infraschall trägt extrem weit, man vermutet, dass sich die Tiere über ganze Ozeane hinweg unterhalten können. Pottwale tauchen bis zu 3.000 Meter tief, das schafft kein anderes Säugetier. Dazu speichern sie Sauerstoff in Blut und Muskeln und der Blubber, eine dicke Fettschicht in der Haut, schützt sie vor der großen Kälte.


Vergangene Termine

  • Do., 12.06.2014

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  • Do., 12.06.2014 - Sa., 31.10.2015

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