Klassik

Waidhofner Kammerorchester


Zu den diesjährigen Frühjahrskonzerten laden des Waidhofner Kammerorchesters, der Chor Cantores Dei Allhartsberg und der a-cappella-chor tulln in den Schlosscenter Waidhofen/Ybbs und ins ATRIUM tulln. Dieses Jahr erklingt Johann Sebastian Bachs Meisterwerk, die Matthäus-Passion. Das Waidhofner Kammerorchester (Leitung Wolfgang Sobotka), der Chor Cantores Dei Allhartsberg (Leitung Anita Auer), der a-cappella-chor tulln (Leitung Gottfried Zawichowski) und vier hochkarätige Solisten (Simone Vierlinger, Manuela Leonhartsberger, Lothar Odinius und Günther Groissböck) werden dieses Meisterwerk in gewohnt höchster Qualität darbringen.
Die Matthäus-Passion wurde am Karfreitag des Jahres 1729 in der Thomaskirche Leipzig unter der Leitung des Komponisten Johann Sebastian Bach uraufgeführt. 1736 überarbeitete Bach selbst Teile seines Werks vielfach. Zu seinen Lebzeiten war die Passion wenig beachtet und wurde aufgrund ihres „opernhaften“ Charakters teilweise sogar angefeindet. Erst im Jahre 1829, hundert Jahre später, wurde die Passion von Felix Mendelssohn-Bartholdy in Berlin wieder aufgeführt, was eine wahre Bach-Renaissance auslöste.

Ein besonderes Charakteristikum im Vergleich zur Johannes-Passion Bachs aus dem Jahr 1724 besteht in der Aufteilung der Musiker auf zwei Klangkörper, mit denen Bach nicht zuletzt der räumlichen Situation der Thomaskirche und ihrer Emporen Rechnung trug. Diese Doppelchörigkeit spiegelt sich auch in zwei Orchester- und Basso-continuo-Gruppen. Dadurch entfaltet das Werk eine phantastische stereophone Wirkung, die im überwältigenden Eingangs- und Schlusschorus ganz besonders zum Ausdruck kommt.


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