Diverses · Kunstausstellung

Wagnis


Die multimediale, zweiteilige Performance Wagnis des Performance-Kollektivs Iraqi Autumn setzt sich im Rahmen der diesjährigen Festivaleröffnung mit den Zusammenhängen zwischen individuellen Privilegien, ungleicher Verteilung und Machtmissbrauch auseinander. Das Privileg persönlicher Freiheit wird dabei einem Machtmissbrauch auf wirtschaftlicher, politischer und kultureller Ebene gegenübergestellt.

Konsum als erstrebenswertes Ziel versus globale Zerstörung. Ausbeutung als tägliche Normalität zugunsten einer Elite an der Spitze. Eine Sprache als neugewonnenes Privileg überwindet Mittel der Ausgrenzung.

Iraqi Autumn agiert an der Schnittstelle von Kunst und Aktivismus und beschäftigt sich mit Fragen kollektiver und persönlicher Identität im Kontext von Flucht- und Migrationserfahrungen sowie transnationalen Biographien. Zentrales Thema ihrer Arbeiten ist der öffentliche Raum als Verhandlungsort für medial unsichtbar gemachte Kämpfe. Wie wird öffentlicher Raum zurückerobert? Wie schaffen wir einen Diskurs? Wie werden Privilegien definiert? Sind sie universell? Wann gilt man als privilegiert und wann werden Privilegien ein Motiv zur Flucht?

Die Selbstbefragung der Protagonist*innen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität ist dabei als Einladung an das Publikum zu verstehen, sich mit der eigenen (Un- )Freiheit zu beschäftigen. Eine Suche nach der individuellen Heimat.






Performers
Duha Samir, Hussein Waham, Sara Hawy, Hawk Rahman, Reem Alkaisy, Hayder Wahab, Ahmed Sabah, Victoria Primus

Technician
Yasir Altlebaue

Music & Sound Desig:
Karrar Alsaedo, Boualem Dahmani, Mahmod Moneka,

Documentation
Mohamed Monika, Ahmed Thabet, Mohamed Ibrahim,

Sprachen: Arabisch, Deutsch, Polnisch, Englisch


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