Theater

Wachmann, pass auf!


Eine Sandstrandschlacht am Bühnenrand für alle ab 14 Jahren.

Ein junger Mann baut Sandschlösser am Strand und beobachtet dabei die Mädchen, die elegant auf ihren Brettern über die Wellen reiten. Eine von ihnen bittet ihn, kurz auf ihr Brett aufzupassen. Und der junge Mann wacht, stundenlang, tagelang. Er nimmt seine Aufgabe ernst, sehr ernst - er würde das Brett sogar mit seinem Leben verteidigen. Er baut eine Mauer und steht stramm vor seinem Wachhaus, ein durch und durch vorbildlicher Wachmann. Niemand darf rein, niemand raus, so einfach ist das.

Auch als der Wachmann Besuch bekommt von einem alten Mann, der ihn in immer neuen Rollenspielen zu überreden versucht, das Tor zu öffnen, bleibt er standhaft. Doch das allerletzte Spiel funktioniert, der Wachmann lässt sich verführen und schon überrollt die feindliche Armee das Land.

Martin Baltscheit hat ein großartiges Stück über die inneren und äußeren Grenzen geschrieben. In assoziativen Spielen lässt der Autor seine Figur wachsen. Dieses Stück ist respekt- und kompromisslos, witzig und poetisch zugleich und bietet dem Publikum immer wieder Anreiz, aber auch Leerstellen, um weiterzudenken, um selbständig ein Urteil bilden zu können. Und es hat ein großes, ein gewichtiges Sujet: Wie schön ist es, wenn jemand Wache hält? Wie sicher und geborgen fühlen wir uns dann?

Inszenierung, Bühne, Kostüm: Ensemble Imp:Art
Es spielen den Wachmann mit der flotten Fantasie: Philipp Wacker
den alten Mann, die Mutter, den General, das junge Mädchen, die Surferin und einen Erpel: Michaela Obertscheider


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