Vortrag

W&K Forum: Auf dem Weg in eine Gesellschaft der Vielfalt?!


Die demokratiepolitische Bedeutung von Kunst, Kollaboration und kultureller Diversität.

„Während wir kollaborieren, erfinden wir uns neu." Mit diesem Statement beendet Mark Terkessidis seine aktuelle Publikation über „Kollaboration". Anknüpfend an seine Überlegungen zu „Interkultur" (2012) analysiert der deutsche Journalist, Autor und Migrationsforscher Konzepte der Partizipation und Selbstorganisation, die eine neue Demokratisierung versprechen. Er entwirft eine Philosophie der Kollaboration, die beim wütenden und suchenden Individuum ansetzt und auf Strategien und Verfahren des Herstellens eines „Zwischenraumes" basiert. Speziell in der zeitgenössischen Kunst und ihren partizipativen Praxen spielt dieser Raum zwischen Gegebenem und Möglichem eine zentrale Rolle. Mit Blick auf die dabei sich abzeichnenden künstlerisch-kulturellen Prozesse erläutert Mark Terkessidis, welche Bedingungen, Verfahren und Teilhabemodi eine Gesellschaft der Vielfalt braucht. Denn diese kann nur funktionieren, wenn viele Stimmen gehört werden und sich unterschiedliche Individuen beteiligen.

Im Anschluss: Diskussion, moderiert von Dorit Ehlers (Schauspielerin und Mitbegründerin von „ohnetitel“, einer Plattform für spartenübergreifende Theater- und Kunstprojekte in Salzburg)


Vergangene Termine