Kunstausstellung

Vulgär? Fashion Redefined


Winterpalais Prinz Eugen

1010 Wien - Innere Stadt, Himmelpfortgasse 8

Fr., 03.03.2017 - So., 25.06.2017

Mo: 10:00 - 18:00 Uhr
Di: 10:00 - 18:00 Uhr
Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
Do: 10:00 - 18:00 Uhr
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 10:00 - 18:00 Uhr
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Die Ausstellung "Vulgär? Fashion Redefined" lädt in Prinz Eugens prunkvollem Winterpalais zum Diskurs über die Definition des guten Geschmacks ein.

Hier dreht sich alles um Kleider. Um Mode, die dadurch auffällt, dass sie zu schrill, zu eng, zu breit oder gar zu geschmacklos ist. Es geht um das, was man "vulgär" nennt. Ausgangspunkt der von Kuratorin Judith Clark und Psychoanalytiker Adam Phillips konzipierten Schau, die zuvor in London Aufsehen erregte, sind literarische Definitionen des "Vulgären". Anhand verschiedener Kategorien, wie die Darstellung des Verhältnisses von Mode zum menschlichen Körper, zeigt die Ausstellung, dass Vulgarität der Mode inhärent ist. Um die Sprunghaftigkeit von Geschmack zu vermitteln, werden historische Bekleidung, Couture sowie Konfektionsmode verschiedenen Stoffmustern, Handschriften, Fotografien und Filmen gegenübergestellt. Was einst mit Vulgarität gleichgesetzt wurde, wird von Modeschöpfern neu inszeniert und bekommt somit einen höheren Stellenwert in der Definition des "good taste".

Die mehr als 100 Beispiele stammen aus fünf Jahrhunderten, von der Renaissance bis zum 21. Jahrhundert, von namhaften Modemachern und -firmen wie Chloé und Dior, Christian Lacroix, Lanvin, Moschino, Prada, Agent Provocateur oder Louis Vuitton. Für Phillips und Clark lebt die Mode immer von der Mischung, von der Aufnahme des "bad taste" im "good taste". Fazit ist, die unterschwellige These der Ausstellungsmacher, gestützt durch Aussagen Coco Chanels oder Jonathan Swifts: (Guter) Geschmack ist letztendlich Einstellungssache.