Vortrag

Vortrag NS-Euthanasie und Gedenkspaziergang


Anläßlich des letzten Ausstellungstages von:
„Verdrängte Geschichte und kontaminierte Orte – Künstlerische Positionen zum Hotel Metropole, von 1938 bis 1945 Gestapo-Hauptquartier in Wien“

Programm
14:00 Uhr: RUNDGANG
durch die Ausstellung „Verdrängte Geschichte und Kontaminierte Orte“

14:45 Uhr: VORTRAG
„Bis sich die Spur verliert…“ – Die Umsetzung der NS-Euthanasie-Programme in der Steiermark
Vortragende: MMag.a Birgit Poier, Historikerin und Pflegewissenschafterin

Menschen mit Behinderung, psychisch kranke Menschen und andere als abnorm und damit „minderwertig“ angesehene Personen wurden im Nationalsozialismus als nutzlos und somit gesellschaftlich wie ökonomisch unbrauchbar, als „volks-schädigend“ erachtet. In einer streng auf das Kollektiv gerichteten Kosten-Nutzen-Rechnung galten diese Menschen darüber hinaus als ökonomisch nutzlos und als monetäre Belastung für die „Volksgemeinschaft“.
Der Vortrag thematisiert die nationalsozialistischen Tötungsprogramme im Kontext der Grazer Anstalt „Am Feldhof“. Nach einem allgemeinen Überblick sollen die individuellen Lebensspuren einzelner Opfer nachgezeichnet werden.

15:30 Uhr GEDENKSPAZIERGANG
zu ausgewählten Grazer Stolpersteinen, geleitet von Mag.a Daniela Grabe und Mag. David Kriebernegg (Verein für Gedenkkultur in Graz) unter Mitwirkung von Raoul Narodoslavsky (Nachfahre von Klementine Narodoslavsky, NS-Opfer sogenannter „Euthanasie“).


Vergangene Termine

  • Sa., 27.02.2016

    14:00 - 16:00

    Ausstellung "Verdrängte Geschichte und kontaminierte Orte - Künstlerische Positionen zum Hotel Metropole, von 1938 bis 1945 Gestapo-Hauptquartier in Wien"

    Ausstellungsort: Zentrum für zeitgenössische Kunst, Volksgartenstraße 6a, 8020 Graz
    Ausstellungsdauer: noch bis 27. Feb. 2016
    Öffnungszeiten: MO – FR 10:00 – 18:00, SA 12:00 – 16:00
    An Sonn- und Feiertagen geschlossen
    Freier Eintritt!

    Das 1873 errichtete Hotel Metropole war eine der vornehmsten Adressen Wiens. Unmittelbar nach dem sog. „Anschluss“ im März 1938 beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Gebäude und machten es zum Gestapo-Hauptquartier. Zwischen 1938 und 1945 wurden in dem Haus am Morzinplatz mehrere 10.000 Personen erfasst, verhaftet, verhört, gefoltert und in Gefängnisse und Konzentrationslager eingewiesen. Viele davon wurden in weiterer Folge ermordet.

    Im Rahmen der Programmschiene „Into the City“ der Wiener Festwochen setzten sich heuer zahlreiche Künstler_innen mit dem kontaminierten Ort auseinander. Eine Auswahl der realisierten Kunstwerke wird in zwei aufeinander folgenden Ausstellungen im vorgestellt. Dazu werden verschiedene Vermittlungsmodule angeboten.

    Ein Projekt in Zusammenarbeit von: Into the City &






    Vermittlungsmodule zur Ausstellung:
    * Dialogischer Rundgang durch die Ausstellung
    * „Ein Koffer voll Erinnerungen“, Workshop zur Shoah
    * Besuch von Stolpersteinen in der Nachbarschaft

    Für Schulklassen und andere Gruppen nach Voranmeldung: rotor@mur.at, 0316/ 688306

    Dieser Termin hat bereits stattgefunden.