Film

Von Menschen und Göttern (2010)


Wenn es so weit käme, wünschte ich mir einen lichten Moment, um Gott und meine Mitmenschen um Verzeihung zu bitten. Gleichzeitig möchte ich meinen Angreifern von Herzen vergeben. Einen gewaltsamen Tod kann ich mir nicht wünschen. Es erscheint mir wichtig, das zu bekennen. Wie könnte ich mich darüber freuen, dass das Volk, das ich liebe, meinetwegen unterschiedslos angeklagt würde? Das wäre ein zu hoher Preis für das, was man vielleicht als, „Gnade des Martyriums“ bezeichnen würde, vor allem dann, wenn ein Algerier daraufhin erklären würde, in Treue zu dem gehandelt habe, was er für den Islam hält. ... Und auch Du bist eingeschlossen, Freund meines letzten Augenblicks, der Du nicht weißt, was Du tust! Ja, auch für Dich will ich diesen Dank und dieses A-Dieu, das Du beabsichtigt hast. Daß es uns geschenkt sei, uns als glückliche Schächer im Paradies wiederzusehen, wenn es Gott, dem Vater von uns beiden, gefällt. Amen. Inch’Allah

Aus dem Testament des Abts Christian de Chergé (Tibhirine, 1.1.1994)

Obwohl das Recht auf Religionsfreiheit seit Jahrzehnten als grundlegendes Menschenrecht international anerkannt ist, wird es in der Praxis in zahlreichen Regionen der Erde bis heute auf vielfache Weise missachtet. In rund 50 Staaten werden Menschen in ihrer Religionsausübung behindert und in etlichen davon kommt es zu schweren Verletzungen der Religionsfreiheit. Betroffen sind Länder wie Nordkorea, Saudi- Arabien, Irak, Iran, Pakistan, Eritrea, Sudan, Nigeria, Ägypten, Indien, Laos, Vietnam, China, Türkei...

Dieses weit verbreitete Unrecht darf nicht verschwiegen werden und es muss alles Mögliche getan werden, um es zu beseitigen. In Österreich und anderen westlichen Ländern wird viel zu wenig Notiz davon genommen.


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