Klassik

Voestalpine Linzer Klangwolke


Adalbert Stifters Erzählung Hochwald als stadtergreifendes Naturtheater vom Paradies und seinem Verlust.

Ein Vater aus dem Böhmerwald fürchtet während eines Krieges um die Sicherheit seiner beiden Töchter und bringt sie deshalb in ein verstecktes Waldhaus. Dieses Haus befindet sich im unberührten Wald. Dennoch wird das Versteck von einem jungen Mann entdeckt, der eines der Mädchen liebt.

Vor dem Hintergrund dieser Erzählung über den Wald, die Unschuld und das Streben nach Sicherheit, geht es um die Zukunft der Natur. „Während wir uns über die Entwicklung der Städte im 21. Jhdt. Gedanken machen, fehlt ein gestalterischer Plan dafür, wie sich jene Naturlandschaft entwickeln sollte, die längst nicht mehr unabhängig vom Menschen dahinwächst. Aller Wald in Europa ist von Menschenhand gemacht. Wie also stellen wir in Hinkunft die Natur her, sodass es sich lohnt in ihr zu wohnen?“ so Regisseur Hubert Lepka.

Anders gesagt: der Böhmerwald ist heute bedeckt von Wirtschaftswald. Wahre Baumriesen und gestaltete Natur finden wir hingegen in den städtischen Parks und den englischen Gärten.

Der Wald kommt in die Stadt
Die Textfassung von Joey Wimplinger übersetzt die romantische Erzählung Stifters von 1842 in das urbane Landschafts- und Stadtbild von Linz an der Donau. Da weder die Donau noch die Bauten der Stadt in den Wald kommen, kommt der Wald in die Stadt.

Das Team der voestalpine Klangwolke 2015
Gestaltung Lawine Torrèn
Buch und Bearbeitung Joey Wimplinger
Musik Peter Valentin
Lichtdesign Frank Lischka
Architektur Wolfgang Czihak
Video Stefan Aglassinger
Photographie Magdalena Lepka
Grafic Design Eric Pratter
Produktionsleitung Klaudia Gründl
Pyrotechnik Christian Czech

Idee und Regie Hubert Lepka
Künstlerische Leitung Prof. Hans-Joachim Frey


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