Vortrag · Film

Vielleicht in einem anderen Leben


Wenn der Krieg zu Ende ist, müssen wir lernen, mit dem Geschehenen umzugehen, es zu bearbeiten und zu verarbeiten. Gerade der Nationalsozialismus und der Holocaust haben gezeigt, wie schwierig dieser Prozess ist. Wie wurden Nationalsozialismus, Kollaboration, Widerstand und Judenverfolgung aufgearbeitet, immer wieder neu interpretiert, umgeschrieben oder tabuisiert?

Wenn der Krieg vorbei ist, dann gehört der Demokratieaufbau zu den Standardstrategien der Siegermächte oder heute eben der internationalen Staatengemeinschaft. Welche Maßnahmen müssen gesetzt werden, damit eine Gesellschaft wieder funktionieren kann?

Eine Veranstaltung er burgenländischen Volkshochschule.
Mit schwarzem Humor erzählt der Film über eine Gruppe ungarischer Juden, die in einem österreichischen Dorf stranden.
Das Auftauchen der Fremden öffnet bei den Einwohnern nicht nur die Ventile für Volkszorn, sondern weckt auch die Sehnsucht nach einem Leben, in dem Liebe und Musik ihren Platz haben.

URSULA STRAUSS als Traudl Fasching
JOHANNES KRISCH als Stefan Fasching
ORSOLYA TÓTH als Zsuzsa Breuer
PETER VÉGH als Lou Gandolf
RAFAEL GOLDWASER als Schneider Elias Rotenberg
FRANZISKA SINGER als Poldi Schrabacher
AUGUST SCHMÖLZER als Werner Springenschmied
RAINER EGGER als Dorfgendarm Anton Hochgatterer
ILDIKÓ DOBOS als Hannah König
KÁLMÁN KOBLICSKA als Jakob König
THOMAS FRÄNZEL als Geiger Raphael Glasberg
LÁSZLÓ NÁDASI als Viktor Heller
ALEXANDER MEILE als SS Oberscharführer Hans Schöndorf
JOACHIM BISSMEIER als Baron von Hammersfeld
MARIO FÜRST als Hitlerjunge Edi Kropfitsch

Mahnmal Kreuzstadl
Der wegen seines kreuzförmigen Grundrisses so genannte Kreuzstadl des ehemaligen Meierhofes des Gutes Bátthyány ist heute nur mehr als Ruine erhalten und Symbol für eines der grausamsten Verbrechen während der NS-Zeit und für die Verdrängung nach Kriegsende.
Das Mahnmal erinnert nicht nur an die in der Nähe des Kreuzstadls ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter, sondern steht auch stellvertretend für eine überregionale Gedenkkultur. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass in vielen größeren und kleineren Orten entlang der Grenze, teils auch auf ungarischem Gebiet, Menschen bei Schanzarbeiten für den Südostwall oder auf den so genannten Todesmärschen ermordet worden sind.


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