Kunstausstellung

Video Games. 68 verspielte Jahre !?


Die interaktive, wissenschaftlich-künstlerische Ausstellung schafft Sichtbarkeit für ein junges Forschungsthema. Die künstlerische Gestaltung der Ausstellung stammt von den Klagenfurter Street-Art-Künstlern David Mase, Gernot Pollack, Julian Seppele, Markus Pippan und Michael Gronig. Auch Anna Habaschy, die in Wien lebende Grafikerin, hat ihre Wurzeln in Klagenfurt und eine große Affinität zur Street-Art.

Vor 68 Jahren wurde erstmals ein virtuelles Spiel für einen Röhrenrechner konstruiert, die neue Computertechnik machte es möglich. Mit jedem weiteren technologischen Fortschritt kamen neue virtuelle Spiele auf und traten ihren Siegeszug in der Spielwelt von Kindern und Freizeitwelt der Erwachsenen an. Heute ist das digitale Spielen ein Massenphänomen. 1,2 Milliarden Menschen weltweit tun es und keineswegs nur die jungen. Das Durchschnittsalter beträgt derzeit schon über 30 Jahre und wird weiter ansteigen. Der kommerzielle Erfolg übersteigt bald 100 Milliarden Dollar pro Jahr.

Doch was ist das Faszinierende am Videospiel? Macht es die Spielenden wirklich aggressiver oder gar dümmer? Wie wirken sich simulierte Lebensmodelle auf das richtige Leben aus? Können Videospiele auch erzieherisch positiv eingesetzt werden? Wie verändern Menschen durch das Spielen ihre eigene Identität? Diese und viele andere Fragestellungen beschäftigen längst die Wissenschaft weit über die Technik hinaus.

An der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt bildet die Spieleforschung seit Jahren schon Forschungsschwerpunkte an verschiedenen Instituten, besonders in den Bereichen Informatik, Anglistik und Amerikanistik sowie der Medienkommunikation. Rund zwei Dutzend Personen beschäftigen sich hier mit Einzelfragestellungen zum Spiel(en) und forschen auf den Gebieten der Geschichte, Informationstechnologie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaft, Geographie, Germanistik sowie Technik- und Wissenschaftsforschung.

Die interaktive, wissenschaftlich-künstlerische Ausstellung schafft Sichtbarkeit für ein junges Forschungsthema. Sie bietet darüber hinaus die Möglichkeit einer reflektierenden Beteiligung an einem gesellschaftsprägenden Leitmedium der Gegenwart.

Die künstlerische Gestaltung der Ausstellung stammt von den Klagenfurter Street-Art-Künstlern David Mase, Gernot Pollack, Julian Seppele, Markus Pippan und Michael Gronig. Auch Anna Habaschy, die in Wien lebende Grafikerin, hat ihre Wurzeln in Klagenfurt und eine große Affinität zur Street-Art.


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