Vortrag

Vera Grabe: Kolumbien zwischen Alptraum und Hoffnung


50 Jahre bewaffneter Konflikt haben Kolumbien zerrüttet. Linke Guerilleros, rechte Paramilitärs, skrupellose Drogenhändler, korrupte Politiker, eine mächtige Wirtschaftselite und vier Millionen Vertriebene machen das Land zum konfliktreichsten des Kontinents. Auch wenn nach den Präsidentschaftswahlen vom 25. Mai ein Friedensabkommen zwischen Regierung und FARC-Guerilla unterschrieben werden dürfte, werden die Ursachen der Gewalt nicht beseitigt.

Seit Ende 2012 wird in Havanna verhandelt. Wer profitiert davon? Wie kann ein friedliches Kolumbien aussehen nach 50 Jahren Terror, Gewalt und Armut? Drogenhandel, feudale Strukturen und die geopolitischen Interessen der USA werden bestehen bleiben. Ist mehr soziale Gerechtigkeit im rohstoffreichen Land trotzdem durchsetzbar?

Vera Grabe, 1951 in Bogotá geboren, ist Ethnologin und schloss sich in jungen Jahren der Guerilla an. Als Comandante nahm sie am erfolgreichen Friedensdialog der M19-Guerilla mit der Regierung teil, der 1990 mit der Demobilisierung endete. In den 1990er Jahren wurde sie zuerst in die Abgeordnetenkammer und dann in den Senat gewählt. Später gründete und leitete sie die NGO Observatorio para la Paz in Bogotá.


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