Theater

Valentin entdeckt Amerika


Die Unterdrückung und Zerstörung der karibischen Kultur, die Christianisierung, der Völkermord, die Versklavung und Ausbeutung durch die europäischen Eroberer werden hier neu erzählt - aus der Sicht des „kleinen Mannes“.

In "Westindien" erlebt Valentin hautnah, wie die Spanier die Eingeborenen ausbeuten, töten und misshandeln. Bei der Rückreise werden die Schiffsbäuche mit Indios vollgestopft, um sie in Europa als Sklaven zu verkaufen. Valentin erleidet Schiffbruch, kann sich aber auf eine Insel retten und gerät dort unter Kannibalen. Er kann jedoch dem Kochtopf entkommen, da er durch glückliche Umstände für einen mächtigen Schamanen gehalten wird. Er schlägt sich auf die Seite der Indios, lebt viele Jahre mit ihnen und kämpft schließlich gegen die Spanier.

Die Unterdrückung und Zerstörung der karibischen Kultur, die Christianisierung, der Völkermord, die Versklavung und Ausbeutung durch die europäischen Eroberer werden hier neu erzählt - aus der Sicht des „kleinen Mannes“. Trotz all dieser grauenvollen historischen Tatsachen geht das Theaterstück komödiantisch, frech und stellenweise kabarettistisch mit dem Thema um. Dabei hat der Darsteller des „Valentin“ nicht nur eine Rolle zu spielen, sondern ist auch gleichzeitig der Erzähler, stellt sowohl die spanischen Eroberer als auch die Indios dar und lässt bisweilen ganze Heere miteinander kämpfen.

Die zweite Person auf der Bühne ist ein Musiker. Mit Trommeln, Pauken und Trompeten, mit Ukulele und Schifferklavier zaubern die beiden Interpreten zu den jeweiligen Szenen die passende Atmosphäre, den passenden Sound, den passenden Song.

Regie: Alexander Mitterer
Schauspiel: Marcus Thill
Live-Musik: Martin Sadounik
Bühnenmalerei: Richard Klammer


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