Kunstausstellung

Ute Müller


Dicht vor einem Werk aus schleierhaften Malereien und ungreifbaren Objektgruppen nach Halt und begrifflicher Einordnung suchend, folge ich einem schwindligen Reflex. So falle ich lieber gleich, so halb absichtlich und voll neugierig schon in die Lücken meiner unausgesprochenen Ideen, noch bevor sich Löcher in meinen Theorien auftun könnten. Ihr unbetitelten Teilchen, Ihr schwerelosen Schatten, verwehrt Euch nur gut und gern den unter uns vereinbarten Möglichkeiten zur verbalen Festschreibung. Ich drehe mich einfach ein wenig mit Euch mit, gegen das Licht und auch rund um all’ die anderen blinden Flecken. Diese Drehung geht in Richtung einer Euphorie darüber, dass sich die vielfach strapazierte Frage „Was ist Malerei?“ hier zugunsten „Wann ist Malerei?“ relativieren lässt. Jakob Neulinger


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