Vortrag

Urbane Paniken. Antimuslimischer Urbanismus


Mit Pegida ist Rassismus nun in großem Maßstab als „Stimme der Straße“ präsent. Wie aber geht der Diskurs zu Stadtplanung in mitteleuropäischen Städten (wie Wien) mit Phänomenen von Migration, zweifellos eine der größten urban(istisch)en Herausforderungen, um?

Während auf ethnische Minderheiten v.a. als „Andere“ verwiesen wird, bleibt Rassismus im Stadtplanungsdiskurs ein blinder Fleck. Tsianos' Vortrag behandelt das Verhältnis von städtischem Raum und Gestaltung von Migrationsprozessen ebenso wie die Konstruktion von Bedrohungsszenarien, etwa Reden/Bilder von sog. Parallelgesellschaften oder Ghettos. „Der Integrations-Ghetto-Komplex ist eine Ideologie des Raumes, die das Verhältnis von Stadt und Migration, d.h. die Regierung der Migration in der Stadt, auf spezifische Art repräsentiert: die urbane Panik“ (Tsianos). Die anschließende Diskussion beleuchtet das Verhältnis von Migration, Rassismus, Angst-Politik und Stadtentwicklung in Wien.
Text: Gabu Heindl

ÖGFA_Vortrag
Vassilis S. Tsianos
Migrations- und Grenzregimeforscher, Gründungsmit- glied des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenz- regimeforschung (kritnet), Mitbegründer von kanak attak, Institut für Soziologie, Universität Hamburg

Respondenz
Can Gülcü
Teil des Leitungsteams von WIENWOCHE (www.wienwoche.org), Lehrbeauftragter Universität Graz

Andrea Breitfuss
Inhaberin von kon-text, Stadt- und Regionalplanung. Auftragnehmerin der Gebietsbetreuung GB*3/11


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