Ausstellung: Wissen

Unter fremdem Himmel. Aus dem Leben Jugoslawischer GastarbeiterInnen


Museum im Palais

8010 Graz, Sackstrasse 16

Fr., 11.11.2016 - Sa., 07.01.2017

Mo: Geschlossen
Di: Geschlossen
Mi: 10:00 - 17:00 Uhr
Do: 10:00 - 17:00 Uhr
Fr: 10:00 - 17:00 Uhr
Sa: 10:00 - 17:00 Uhr
So: 10:00 - 17:00 Uhr

Im Jahr 1966 wurde ein Abkommen zur Anwerbung von „GastarbeiterInnen“ zwischen Österreich und der damaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien geschlossen, um den Arbeitskräftemangel in Österreich auszugleichen. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums dieses Anwerbeabkommens zeigt der Grazer Verein JUKUS die Ausstellung „Unter fremdem Himmel“, die anschließend in Graz, Klagenfurt und Kapfenberg gastieren wird.

Mit einem engagierten Vermittlungsprogramm für Jugendliche und ZeitzeugInnengesprächen in Form von Stadtrundgängen und Diskussionsrunden stellt die Ausstellung einen wichtigen Beitrag zum heurigen Jubiläumsjahr in der Bundeshauptstadt dar. Führungen durch die Ausstellung finden jeden Sonntag um 15.00 Uhr statt.
An der Errichtung unserer Autobahnen, der Wiener U-Bahnen, der Uno-City und vieler anderer Bauten, die zur Modernisierung Österreichs und Wiens beitrugen, leisteten jugoslawische GastarbeiterInnen einen wesentlichen Beitrag. Neben der organisierten Anwerbung durch Firmen kamen in den Jahren danach aufgrund unkomplizierter Einreisemöglichkeiten und geographischer Nähe viele Arbeitssuchende auf eigene Faust nach Österreich, wo sie von der boomenden Wirtschaft in den unterschiedlichsten Branchen mit offenen Armen willkommen geheißen wurden. Bereits Anfang der 1970er Jahre waren in Wien jugoslawische GastarbeiterInnen führend mitbeteiligt am Aufbau selbstorganisierter Sport- und Kulturvereine, inklusive einer eigenen Fußballliga. Auch in Beratungseinrichtungen von Kommunen, Kirchen und SozialpartnerInnen unterstützten sie MigrantInnen bei rechtlichen und alltäglichen Problemen.

Ein Schwerpunkt der vom Grazer Verein JUKUS gestalteten Wanderausstellung „Unter fremdem Himmel“ ist daher der - im Unterschied zu ArbeitsmigrantInnen aus anderen Staaten - hohe Grad an migrantischen Netzwerken, Aktivitäten und Zusammenarbeiten mit österreichischen Einrichtungen, welche exemplarisch aufgezeigt wird. Anhand biographischer Darstellungen werden Leben und Perspektiven der jugoslawischen ArbeitsmigrantInnen und ihrer Familien bis zur Gegenwart sicht- und erfahrbar gemacht. Ein inhaltlicher Fokus richtet sich dabei auf die Erfahrungen der „Gastarbeiterkinder“ und den Umgang mit Ihnen.

KuratorInnenführungen Wien:
Donnerstag, 8. September 2016, 15.00 Uhr
Donnerstag, 29. September 2016, 16.00 Uhr
Sonntag, 16. Oktober 2016, 14.30 Uhr