Theater

Unter der Haut


Das Stück erzählt von einer lesbischen Liebesgeschichte zwischen einer Nazioffizierin und einer jüdischen KZ-Insassin.

Aus dem Englischen: Susanne Höhne
Regie: Bruno Kratochvil
Mit: Jaschka Lämmert, Franziska von Harsdorf und Katharina Farnleitner

Karten: 10/15 Euro, Kartenreservierung: [email protected]

Der junge israelische Autor Yonathan Calderon bezieht sich dabei auf eine wahre Geschichte, die sich 1944 bis 1945 im Vernichtungslager Neuengamme zugetragen hat. Das zentrale Thema des Stückes ist Schuld. Ist die lesbische Nazioffizierin ein Monster, oder ist sie ebenfalls Opfer? Die jüdische Gefangene, ist sie nur Opfer oder auch Täter? Mit diesen Fragen setzt sich das spannend und leicht verständlich geschriebene Stück auseinander und stellt jede Menge Fragen zur Diskussion.

Das Stück bezieht sich auf Aussagen von ehemaligen Häftlingen, im 2. Bergen-Belsen Prozess und auf die Erinnerungen der im November 2017 verstorbenen israelischen Journalistin und Holocaustüberlebenden Ruth Bondy. „Unter der Haut“ spielt in Tel Aviv während des Golf-Krieges und im KZ Neuengamme.

„Unter der Haut“ richtet sich an die 3. Generation der Überlebenden des Holocaust und an die Enkel der Nazi-Täter. Es beschreibt die Verknüpfung zwischen Opfer und Täter und handelt von den Grautönen der Schuld.

Heute weiß man, dass mehrere Generationen an den Kriegstraumen ihrer Vorfahren leiden. Wir haben die Ängste von unseren Eltern und Lehrern gelernt, und geben das Gelernte an unsere Kinder weiter. Eine Kenntnis der Geschichte kann vor Diktaturen und Kriegen schützen. Der Holocaust ist ein wichtiger nicht zu verleugnender Bestandteil österreichischer Geschichte, der die Österreichische Gesellschaft in ihren Auswirkungen bis heute prägt.
Die Auseinandersetzung mit Österreichs totalitärer Vergangenheit ist nötig und kann vor totalitären Ideologien schützen.


Vergangene Termine