Jazz

Unni Løvlid


Traurig, weil Hornindal im Westen Norwegens noch ein ziemlich unbeachteter, kaum auffindbarer Ort auf der Landkarte ist? Nein, denn Unni Løvlid, des Dorfes bekannteste Tochter, bereist glücklicherweise die Welt und bringt ihre Gabe allen, die mutig und aufgeschlossen genug sind, sich ihrem Gesang zu stellen.

Und der ist gut genug, alle Genregrenzen zu überwinden.

Wie in Norwegen nicht unüblich, begann sie als Sängerin norwegischer Folklore, studierte und erhielt mehrere Preise für ihren Beitrag zur Folklore ihres Landes. Als Sängerin trat sie solo, aber auch mit norwegischen Folkformationen auf und erweiterte ihr Folklore-Repertoire durch Zusammenarbeit mit Noise-Musikern. Ihr Examen aber legte sie mit einem Konzert von Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“ ab. Grenzpolizeiliche Ängste gegenüber anderen Genres kennt sie nicht, sie sang danach solo religiöse Folk-Songs ein, war zusammen mit Musikern einer chinesischen Minderheit ebenso zu hören wie mit ihrer Mutter oder Avantgarde-Akkordeonisten. Nicht zuletzt mit ihren eigenen Gruppen zelebriert sie eine Art von Folk-Electro-Pop, der, irgendwo zwischen Electronica und Ambient gelegen, die Kritiker von „extrem abgehoben, aber zugleich ungemein fesselnder Musik“ schwärmen lässt. Grund genug, um bei ihren Konzerten glücklich zu sein.


Vergangene Termine