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Umfrage: Christkindlmärkte 2020 - Ja oder Nein?


Es sieht schlecht aus mit der diesjährigen Weihnachtsmarkt-Saison: Laut einer Umfrage wollen die meisten Österreicher die heimischen Christkindlmärkte heuer lieber meiden.

Corona bestimmt auch die Debatte rund um die heimischen Weihnachtsmärkte. Das Interesse der Österreicher, heuer einen Christkindlmarkt zu besuchen - so diese überhaupt stattfinden sollten - hält sich offenbar in Grenzen. Wollten 2019 noch 75 Prozent auf einen Markt gehen, schrumpft diese Zahl aktuell auf 25 Prozent, wie eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Demox Research" zeigt.

Mehr als die Hälfte war auch der Meinung, es sei angesichts der Corona-Pandemie besser, die Christkindlmärkte aus gesundheitlichen Gründen generell abzusagen.

Die Online-Befragung wurde zwischen 23. und 25. November durchgeführt, die maximale Schwankungsbreite beträgt 3 Prozent.

Vorweihnachtszeit heuer "grundlegend anders"

Immerhin ein Drittel der 1.000 Befragten meinte hingegen, die erarbeiteten Maßnahmen zum Schutz der Besucher reichen aus. Wenig verwunderlich: 73 Prozent waren überzeugt, dass die Vorweihnachtszeit heuer grundlegend anders wird als bisher gewohnt.

Kaum Veränderungen gibt es beim geplanten Weihnachts-Budget: Für Geschenke wollen die Österreicher in diesem Jahr durchschnittlich 364 Euro ausgeben - nur um einen Euro weniger als im Vorjahr. "Angesichts der Corona-Krise ein überraschend hoher Wert. Das wird nicht zuletzt den Handel sehr freuen. Bleibt nur die Frage, wann dieser wieder öffnen kann", erklärte "Demox Research"-Geschäftsführer Paul Unterhuber.

Getrübt werden dürfte der Befund allerdings von der Tatsache, dass ein Viertel der Befragten angab, Geschenke hauptsächlich online zu bestellen. 16 Prozent meinten auch, generell auf Geschenke zu verzichten. Und vier von zehn Befragten erklärten, Einkaufsstraßen und Shoppingcenter in diesem Advent ganz bewusst zu meiden.

Weihnachten 2020 im kleinsten Rahmen

"Statt auf Christkindlmärkten lassen es sich die Menschen zu Hause gut gehen. Das Weihnachtsfest 2020 wird ein besinnliches Fest im kleinsten Rahmen", sagte Unterhuber. Allerdings haben 40 Prozent der Befragen auch angegeben, Weihnachten werde heuer aufgrund der vielen Einschränkungen trister.

Mehr dazu: Tipps für eine schöne Vorweihnachtszeit im Lockdown:
https://www.events.at/e/advent-im-lockdown-so-wird-die-vorweihnachtszeit-schoener#st-241818017

Bei Geschenken hoch im Kurs dürften heuer Gutscheine (29 Prozent), Spielwaren (23 Prozent), Bargeld (22 Prozent) und Parfumerieartikel (14 Prozent) stehen. Ob die Weihnachtsvöllerei heuer noch kalorienreicher ausfällt als in einem coronafreien Jahr, wurde zwar nicht abgefragt, dafür ist aber klar, welche Speisen unbedingt zum Weihnachtsessen am 24. und 25. Dezember dazugehören: Mit 61 Prozent führen hier die Weihnachtskekse klar, gefolgt von Fondue und Raclette (29 Prozent) und Süßem wie Stollen oder Kuchen (24 Prozent).

Ein traditioneller Begleiter beim Weihnachtsfest bleibt der Christbaum. 80 Prozent werden heuer einen solchen aufstellen - um vier Prozent mehr als 2019. Beim Schmuck dominiert die Farbe Rot, gefolgt von Gold. In sieben von zehn Familien sorgt übrigens das Christkind für die Päckchen unter dem Baum, nur bei sieben Prozent der Weihnachtsmann.

Wintermarkt im Prater bereits abgesagt

Von offizieller Seite wurde bislang der alljährliche Wintermarkt am Riesenradplatz im Wiener Prater abgesagt.
https://www.events.at/e/wintermarkt-am-riesenradplatz

Wie genau es mit den anderen Christkindlmärkten weitergeht - in Wien hätten mit Corona-Auflagen 18 Märkte eigentlich in Betrieb gehen sollen - ist derzeit noch nicht klar.


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