Kunstausstellung

Ulrich Seidl - Im Keller


Vom Erdgeschoß an aufwärts wird Theater gespielt, repräsentiert, Gesellschaft nachgemacht, so vorgeführt — der Alltag: eine Scharade, Mummenschanz, Performance. Gelebt, sich ausgetobt, den eigenen Grillen gefrönt wird im Keller, wo kein Besucher, manchmal sogar noch nicht einmal mehr der Familienrest rein darf. Unterhalb der Oberfläche, getaucht in ein Kunstlicht, das jede Haut wächsern, siech, dem Ende nahe wirken lässt, da darf man sein, da lässt man‘s sich gut gehen, spielt mit all den Ideen, die ab einem Stock höher unerwünscht sind, wenn nicht sogar staatlich verfolgt und sanktioniert werden. Unten findet man jene Art Erfüllung, die sich nicht gemein machen will und die sich nicht gemein machen braucht mit den Ansprüchen der medial-staatlich vermittelten Idee von Kultur.


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