Vortrag

Übertragungsliebe – vom Umgang mit der Liebe in der Psychotherapie


Schon bald nach der „Erfindung“ der Psychoanalyse zeigte sich, dass die Patientinnen (und ebenso natürlich die Patienten) sich in ihre Therapeuten verliebten. Freud nannte dieses Phänomen Übertragungsliebe und ging davon aus, dass es sich um Gefühle handelte, die ursprünglich einer anderen Person gegolten haben – meist dem Vater – und nun auf den Psychoanalytiker verschoben wurden.

Bis heute geschieht es häufig, dass sich Patienten und Patientinnen in ihre Therapeutinnen und Therapeuten verlieben. Dies stellt keine Komplikation sondern eine große Chance dar – vorausgesetzt es ist möglich, diese Vorgänge zu verstehen und zu bearbeiten. Wie dies erfolgreich geschehen kann, was in der therapeutischen Beziehung im Detail geschehen muss, damit aus der Übertragungsliebe eine Reifung der Persönlichkeit werden kann, dies erläutert Stephan Doering in seinem Vortrag.

Univ.-Prof. Dr. med. Stephan Doering ist Leiter der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien. Er ist Psychiater und Psychoanalytiker und beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Wirksamkeit von psychoanalytischen Therapien, der Diagnostik psychischer Erkrankungen sowie auch mit psychischen Störungen im Spielfilm. Er ist Präsident der Sigmund Freud Gesellschaft.


Vergangene Termine