Theater

Über Zwergen, unter Riesen


Ein relatives Stück übers Reinpassen, Einpassen, Groß-, Klein- und Unförmig-Sein.

Stell dir vor, du bist eine Riesin, die den anderen Riesen nur bis zum Knie geht. Du wirst eine halbe Portion genannt, kannst aber nicht mal eine halbe Portion essen, alles was du trägst, ist viel zu groß und du fühlst dich wie der winzigste Winzling.
Und nun stell dir vor, du bist eine Zwergin - die so groß ist, dass sie bei jedem Schritt Angst hat, jemanden zu zertreten. Und ständig stößt du dir den Kopf am Türstock, während du versuchst, aus deinem unglaublich engen Pullover herauszuschlüpfen.

Genau diese beiden - die kleine Riesin und die große Zwergin - begegnen einander ganz zufällig. Zwei, die fast gleich groß sind und doch den gängigen Vorstellungen nicht entsprechen: Als Zwergin zu groß und als Riesin zu klein.
Gemeinsam entdecken sie Großes, Kleines, Breites, Langes, Schmales, Dünnes, Dickes, Unförmiges, Starres und Biegsames. Ein Spiel mit den Begriffen „groß" und „klein" und ihrer Relativität beginnt. Sie finden klare Formen und Zwischenformen, versuchen riesige Räume auszufüllen und sich in winzige Lücken hineinzuquetschen, werden zur Maus, zum Elefanten, zum Riesen, zum Zwiesen, zum Rerg und zum Berg.
Zwei, die irgendwie anders sind, schaffen sich eine Welt, in der das Vergleichen nicht wichtig ist, in der es um das Experimentieren mit Körpergrößen und Körpermaßen geht. Mit unterschiedlichen Materialien, Gegenständen und dem, was die beiden auf der Bühne finden, nähern sie sich spielerisch an alle möglichen Verformungen und Umdeutungen konventioneller Größendimensionen an. Und sind dabei soooo groß und soooo klein.

Im Anschluss an die Vorstellung am Mi. 11. Mai um 14:30 findet ein öffentliches Publikumsgespräch statt

Idee, Konzept: Franziska Adensamer, Laura Nöbauer | Outside-Eye, Stückentwicklung: Sarah Zsivkovits | Dramaturgische Beratung: Sarah Garderer | Bühnenbild: Christian Schlechter, Marie Schepanksy | Kostüm: Susanne Foisner | Darstellerinnen, Stückentwicklung: Laura Nöbauer, Emmy Steiner Musikerin, Stückentwicklung: Franziska Adensamer


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