Theater

Tschick


Diese Coming-of-Age-Geschichte wurde mit Superlativen bedacht, Herrndorf in eine Reihe mit Mark Twain und J. D. Salinger gestellt. Noch vor dem tragischen Tod des Autors wurde der Roman mit vielen Auszeichnungen – unter anderem dem Deutschen Jugendliteraturpreis – gewürdigt und in 24 Sprachen übersetzt.

Ein Road-Trip, der in Deutschland spielt? Im Land der phantasielosen Einkaufszonen, spießigen Vorstadtsiedlungen und grauen Industrieanlagen? Spätestens seitdem Wolfgang Herrndorf »Tschick« geschrieben hat und damit einen millionenfach verkauften Bestseller landete, ist bewiesen, dass Deutschland zu den spannendsten Road-Trip-Ländern der Welt gehört!

Es müssen nicht immer schwere Harley- Maschinen sein, auch ein geklauter ausrangierter Lada kann für ein Pubertäts-Abenteuer ein willkommenes Vehikel sein. Für den »wohlstandsverwahrlosten« Maik und den »asozialen Russlanddeutschen« Tschick das ideale Mittel, sich ohne Führerschein auf den Weg in die Walachei zu machen, offenbar der Sehnsuchtsort eines jeden Außenseiter-Pubertierenden.
Natürlich wissen sie nicht genau, wo die Walachei eigentlich liegt, und Landkarten sind sowieso »ungeil«, doch die Reise ins Ungewisse muss beginnen, eine Odyssee in den »wilden Osten«. Dieser ist durchsetzt von seltsamen Sprachtherapeutinnen, konsumkritischen Müttern, scheinbar senilen Überbleibseln aus dem letzten Weltkrieg, die mit Luftgewehren um sich schießen. Und nicht zuletzt: Isa. Isa, die auf der Müllhalde lebt, die völlig verdreckt ist und so bestialisch stinkt, dass man sie in den Stausee werfen muss, damit sie ihren Gestank loswerden kann. Wie hätte man auch ahnen können, dass dem Stausee das aufregendste, verliebenswürdigste Mädchen entsteigt, das Maik in seinem jungen Leben gesehen hat?

Besetzung:

Maik Klingenberg Meo Wulf
Tschick Luka Dimic
Isa / Tatjana / Florentine / Krankenschwester Felicitas Franz
Maiks Vater / Wagenbach / Friedemann / Fricke / Stimme am Telefon Uwe Achilles
Maiks Mutter / Friedemanns Mutter / Sprachtherapeutin / Richterin Pia Baresch
Regie Thomas Birkmeir
Bühne Goda Palekaite
Kostüme Susanne Özpinar
Licht Lukas Kaltenbäck / Johann Cizek
Videogestaltung Julian Wieser
Dramaturgie Wolfgang Türks
Assistenz, Teilinspizienz Felix Metzner
Teilinspizienz Florian Pilz
Regiehospitanz Anna Klein


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