Theater

Tristan Isolde Desaster


Humorvolles, körperliches Formentheater mit einem Hauch von Wes Anderson

„Wir haben die Dreiecksliebesgeschichte von Tristan und den beiden Isolden in die Neuzeit übertragen und in der Welt der zartbitteren Schokolade angesiedelt“, so beschreibt Regisseurin Marie-Therez Lorenz ihre Inszenierung von „Tristan Isolde Desaster“. Das Stück, frei nach dem „Roman von Tristan und Isolde“ von Joseph Bédier, hat am 4. Oktober Premiere im Off-Theater Brick-5 in 1150 Wien und ist eine Produktion des ILIOS Théâtre.

Tiefenpsychologisch betrachtet ist der Mythos von Tristan und Isolde DIE Geschichte über die romantische Liebe, über den Zauber des Verliebtseins mit all seinen Höhenflügen und Fallstricken. Inspiriert von einer tiefenpsychologischen Analyse des Mythos transportiert Lorenz diesen in die Jetztzeit und wirft einen etwas anderen Blick auf das Liebespaar als gewöhnlich.
Ungewöhnlich ist auch die Ästhetik des Stücks, die stark von der Theatersprache von Jacques Lecoq beeinflusst ist: eine Mischung aus Objekttheater und „physical theatre“. Sechs SchauspielerInnen erschaffen mit fünf Holzbrettern eine magische Welt, in der das Publikum in Sekundenschnelle von einem Ort zum anderen katapultiert wird.

Lorenz: „Unsere Theatersprache ist in Wien unüblich. Die Schauspieler verkörpern nicht nur mehrere Rollen, sie sind auch Manipulateure der Objekte. Oft gibt es eine richtige Choreographie der Holzbretter. Wir bieten packendes, körperliches Objekt- bzw. Formentheater und erzeugen mit einfachen Mitteln größtmögliche Magie und Poesie. Mit einem Augenzwinkern. Und einem Hauch von Wes Anderson.“

In Paris erprobt und in Wien mit Crowdfunding auf die Bühne gebracht
Die gebürtige Wienerin Lorenz hat zuletzt fünf Jahre in Paris gelebt, wo sie im Vorjahr unter dem Titel „Errances Amouresques“ einen 30minüten Auszug einer ersten Version des Tristan und Isolde-Stoffes inszeniert hat. Für Wien bringt sie ihr Stück völlig neu und auf Deutsch auf die Bühne. Unterstützt wird Lorenz in der Produktion von Luisa Fillitz (Bühnenbild, Kostüm), Viktoria Hillisch (Schauspiel) und Lisa Wagner (Regieassistenz). Vorerst sind zehn Aufführungen im Off-Theater "Brick-5" im 15. Wiener Bezirk geplant. Außerdem wird das Stück für Schulklassen angeboten.
Für die Umsetzung des Projektes konnten Lorenz und ihr Team sehr erfolgreich Mittel durch Crowdfunding lukrieren, um u.a. Proberäume, Technik, Kostüme, Ausstattung und Werbung zu finanzieren.


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