Literatur · Klassik

Trio Trientalis


Ein neues Ensemble betritt die Bühne – Christa Schönfeldinger / Gerald Schönfeldinger / Ferry Janoska.

Die Glasharmonika, interpretiert von Christa Schönfeldinger, fristete einen fast zweihundertjährigen Dornröschenschlaf, ehe sie zu jenem Instrument wachgeküsst wurde, das nun schon seit fast einem Vierteljahrhundert untrennbar mit dem Namen Schönfeldinger bzw. dem Wiener Glasharmonika Duo verbunden ist. Das kongeniale Partnerinstrument des Duos ist eine Erfindung der musikalischen Jetztzeit: Es nennt sich Verrophon und besteht aus chromatisch angeordneten Glasröhren, die – wie die Glasharmonika – mit fettfreien und benetzten Fingern gestrichen, jene betörende schwebenden Klanglichkeit erzeugen, von der schon ganze Konzertsäle in Europa und Übersee in musikalische Trance versetzt worden sind.

Um das Spektrum an klanglichen, technischen und kompositorischen Möglichkeiten zu erweitern, wird nun dem Klanguniversum der Glas- instrumente die Klangeigenart eines in Europa mittlerweile vergessenen und daher verschwundenen Instruments gegenüber gestellt: des Bandoneons.

Ursprünglich ein in Deutschland erfundenes und dort auch äußerst populäres Instrument, musste es ab der Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts dem leichter zu tragenden und auch einfacher zu spielenden Akkordeon den Vorzug geben. Somit ist, zumindest für Europa, die Wiederentdeckung dieses (durch den argentinischen Tango dennoch weltberühmten) Instruments ebenfalls eine Art Pionierakt. Für den Pianisten und Komponisten Ferry Janoska jedenfalls, den musikalischen Kosmopoliten par excellence, ist es der Beginn einer neuen musikalischen Lebensbeziehung.

Auf dem Programm stehen Werke von Arvo Pärt, Astor Piazolla, Franciska Gonzaga, Peter Maxwell Davis, Gerald Schönfeldinger u.a. – Texte des uruguayischen Schriftstellers Eduardo Galeone, gelesen von Katrin Eberl, runden das Programm ab.


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