Film · Diverse Musik

Trio Contraste


Musik: Violeta Dinescu

Nosferatu: Stummfilm aus dem Jahr 1922

von Friedrich Wilhelm Murnaus

Line Up:

Ion Bogdan Stefanescu - Flöten, Sona, Dragula

Doru Roman - Schlagzeug

Sorin Petrescu - p

Violeta Dinescu wurde 1953 in Bukarest geboren. Nach dem Abitur studierte sie am Bukarester Ciprian Porumbescu Konservatorium Komposition, Klavier und Pädagogik. Ein George Enescu Stipendium ermöglichte ihr das Studium, das sie 1976 mit Auszeichnung abschloss. Anschließend war sie ein Jahr lang Kompositionsschülerin von Myriam Marbe; dieses intensive Jahr bezeichnet sie rückblickend als eine wichtige Zeit ihres Lebens. Von 1978
bis 1982 lehrte sie dann am Lyceum George Enescu in Bukarest (Musiklehre, Klavier und Ästhetik). Seit 1982 lebt Violeta Dinescu in Deutschland. Nach Unterrichtstätigkeiten an der Hochschule für Evangelische Kirchenmusik Heidelberg (1986–1991), an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (1989–1992) und an der Fachakademie für Evangelische Kirchenmusik Bayreuth (1990–1994) hat sie seit 1996 eine Professur für Angewandte Komposition an der Carl von Ossietzky
Universität Oldenburg inne, wo sie seitdem eine Reihe von Komponisten- Colloquien initiierte (über hundert Komponisten wurden bislang eingeladen). Im Jahr 1996 gründete sie das Archiv Neue Musik – Schwerpunkt Osteuropa. Immer wieder leitet sie Kurse an amerikanischen Universitäten sowie an verschiedenen Ausbildungsstätten im In- und Ausland.
Für ihre Kompositionen erhielt sie zahlreiche Stipendien, Auszeichnungen und internationale Preise: u. a. das Künstlerstipendium der Stadt Mannheim (1985–1986), das Stipendium Künstlerhaus Schreyahn (1986–1987), das BaldreitStipendiumderStadtBaden-Baden(1987–1988),denGrandPrize for Composition, Utah, USA (1983), den IAWM Preis, Kassel (1985), den Carl Maria von Weber Preis, Leipzig (1986), den Baldreit Preis, Baden-Baden (1987), den NYU Prize for Composition, New York (1995), den Johann- Vaillant-Kompositionspreis (2010) und den Johann-Wenzel-Stamitz-Preis (2012).
Ihr Werkverzeichnis umfasst Kompositionen unterschiedlichster Gattungen: Musiktheater, Ballette, Stummfilm-Musik, Oratorien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kammermusik; im Werkverzeichnis sind – neben Werken für kleines und großes Orchester – zahlreiche Werke für Soloinstrumente, für Duo, Trio, Quartett, Quintett, Sextett, Septett zu finden. Ihre Musik wird im Rundfunk gesendet, auf CD aufgenommen und in Europa, den USA und Kanada aufgeführt. (Text: Kadja Grönke)

ENSEMBLE TRIO CONTRASTE

Das Ensemble wurde 1983 gegründet. Seither gibt dieses jährlich in Rumänien und im Ausland mehr als 40 Konzerte. Alle drei Mitglieder des Trio Contraste haben gleichermaßen eine solistische Karriere mit Aufführungen klassischer Musik, wenn sie jedoch zusammen spielen, ist ihr Hauptziel die Verbreitung der rumänischen
zeitgenössischen Musik. Der größte Teil im Trio-Repertoire wurde ihm von vielen wichtigen rumänischen Komponisten wie Anatol Vieru, Aurel Stroe, Myriam Marbe, Stefan Niculescu, Nicolae Brandus, Octavian Nemescu, Corneliu Dan Georgescu, Eugen Wendel, Lucian Meţianu, Doina Rotaru, Violeta Dinescu, Maia Ciobanu, Sorin Lerescu, Dan Dediu, George Balint, Petru Stoianov, Irinel Anghel, Diana Rotaru und anderen direkt gewidmet. Das Trio erhält ständige Einladungen zum jährlich im Mai stattfindenden Internationalen Festival für Zeitgenössische Musik in Bukarest. Es hat außerdem an vielen internationalen Festivals wie East-West
– Amsterdam (1991), Contemporary
Music Festival – Huddersfield (1993), Nueva Musica – Bogota (1993), Musicarama – Hong-Kong (1995) Piano Plus Festival – Bamberg (2001), Zeit fur Neue Musik – Bayreuth (2001), George Enescu Festival – Bukarest (2003, 2007, 2009, 2011, 2013), Culture Escape – Schweiz (2007), Stockholm New Music – Schweden (2008), Neue Musik Festival Krakau – Polen (2008) mitgewirkt.
Das Trio Contraste erhielt den Preis des rumänischen Komponisten- Verbandes (1986) und wenige Jahre später (1990) einen Stipendienpreis bei den Tagen für Neue Musik Darmstadt.
2009 wurde das Trio Contraste vom rumänischen Komponisten-Verband für seine Verdienste um die zeitgenössische rumänische Musik ausgezeichnet. Das Trio wurde oft zu rumänischen Rundfunksendungen eingeladen, es wurden Produktionen beim Deutschlandfunk, dem WDR, dem Bayerischen Rundfunk, der Société de Musique Contemporaine Lausanne und Radio Swiss 2 aufgezeichnet. Ebenso gab es zahlreiche Fernsehsendungen und CD-Aufnahmen.


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