Jazz

Trio Akk:zent


Akkordeonrock, Minimallounge oder akustischer Ethnofunk heißt es dann, wenn sich eine groovige Minimalmusic-Nummer als Akkordeontechnostück entpuppt, der Pop als ironisch springender Jazz daherkommt, atonale Klänge sich mit orchestralen Klängen abwechseln, und man beim Tango man nicht weiß, ob er jetzt argentinisch, französisch oder gar fernöstlich ist. (...)

Trotz des erst kurzen Bestehens des zählt das trio akk:zent zu den interessantesten Vertretern der österreichischen Jazz- und Worldmusicszene. Die Grenzen dieser musikalischen Begriffe scheinen den jungen Musikern nicht bekannt zu sein – was bleibt anderes übrig, als sie gekonnt zu ignorieren? Stilistische Brüche werden ungeniert zum Stil.

Hier klingen polyfone Strukturen und Technobeats, leichtfüßiger Jazz und tiefgängiger Pop, Balkanmusik und Steirische Ziehharmonika so, als hätten sie schon immer zusammengehört. Und das ist wohl neben der Besetzung einer der Gründe, die das trio akk:zent zur besonderen Klangerfahrung machen.

Niemand rockt das Akkordeon wie Paul Schuberth

Die Jugend genießt, so heißt es, nach wie vor einige Privilegien. Die Unbekümmertheit, die man beim trio akk:zent in Form von ganz erwachsenem Drang zu Innovation und Synthese genießen kann. So vereint Paul Schuberth mit dem Akkordeon die Stiloffenheit mit dem Facettenreichtum der vier Saxofone von Victoria Pfeil. In Kombo mit Johannes Münzner mit Akkordeon, Steirischer Ziehharmonika und Didgeridoo schließt sich der Kreis instrumentaler Musik, die wohl irgendwo im Grenzbereich oder gar außerhalb der Grenzen zwischen Worldmusic, Jazz, Pop, Neuer Musik und Techno liegt.


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