Theater

Trennung für Feiglinge


Der vielseitige Theatermacher Clément Michel hat mit „Trennung für Feiglinge“ eine temporeiche Komödie verfasst, in der er originell die Sollbruchstellen des menschlichen Beziehungslebens unter die Lupe nimmt.

Wenn man bereits jede Nacht davon träumt, dass ein tonnenschwerer Lastwagen die eigene Lebenspartnerin überrollt, dann könnte es an der Zeit sein, über das Thema Trennung nachzudenken. Aber wie sagt man ihr, dass es aus ist, wenn sie glaubt, dass alles ganz wunderbar läuft?

Man wählt die Trennung für Feiglinge.

So macht das auch Paul. Er und Sophie waren unglaublich ineinander verliebt. Bis sie beschlossen hatten, miteinander zu leben. In einer gemeinsamen Wohnung. Die kleine feine Kuschelhöhle ist für Paul mittlerweile zur Hölle geworden. Er hält die ewige Harmonie einfach nicht mehr aus. Er will sich von seiner Lebenspartnerin trennen. Und wie jeder Mann ist er zu feige, es seiner Lebenspartnerin direkt zu sagen.

Deswegen soll Martin, Pauls bester Freund, wegen eines vorgespielten Notfalls für ein paar Tage in die Wohnung ziehen. Das Paar quartiert den vermeintlich armen Martin auf der Couch ein. Quasi als Trennkeil. Denn Paul ist sich sicher, dass Sophie das nicht lange aushält. Und dann wird es heißen: „Er oder ich!“. Und schon wäre Paul das Problem los. Paul ist sehr stolz auf seinen Plan. Jedoch nicht lange. Denn wie immer kommt es vollkommen anders, als man denkt.

Mit viel Tempo und Witz lotet der französische Erfolgsautor Clément Michel in seiner Komödie das Mysterium der ewigen Liebe aus. Und er sucht Antworten auf die Frage, warum Frauen mittlerweile wunderbar einparken können, obwohl Männer noch immer nicht in der Lage sind, über ihre Gefühle zu reden.


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