Kunstausstellung

Traudel Pichler


Die Ausstellung präsentiert erstmals einer breiteren Öffentlichkeit eine Werkauswahl von Arbeiten einer zu Lebzeiten stets im Hintergrund agierenden und zu wenig beachteten Künstlerin und würdigt damit die Persönlichkeit Traudel Pichlers als Malerin, Farbphilosophin und langjährige, engagierte Lehrende an der Akademie der bildenden Künste Wien.

In ihrem dortigen Wirkungsfeld nahmen zahlreiche Studierende und heute erfolgreiche Künstler und Künstlerinnen, wie u.a. Siegfried Anzinger, Esther Stocker oder Gunter Damisch, den Anfang ihrer künstlerischen Karriere.

Traudel Pichlers Oeuvre setzt Mitte der 1960er Jahre ein und reicht bis zu ihrem überraschenden Tod im Jahr 2002. Das malerische Werk der Künstlerin bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion und ist, die zeitgleichen künstlerischen Revolutionen außer Acht lassend, rein auf Fragen des Malvorgangs, des Kolorits, der Komposition und weiteren innermalerischen Parametern konzentriert.

Ab Mitte der 80er Jahre lebte Traudel Pichler sehr zurückgezogen und stellte ihre Arbeit nur mehr sehr selten aus. Daher ist ihr Werk weithin unbekannt. Gunter Damisch, der ehemals ihr Schüler war und später mit ihr zusammen arbeitete, war es bis zu seinem frühem Tod im Juni stets ein Anliegen ihr Werk entsprechend gewürdigt zu wissen, und es ist ihm zu verdanken, dass diese Ausstellung - Idee und Konzept stammen noch von ihm - nun an der Akademie in Zusammenarbeit mit dem Sammler und Rechtsanwalt Bernhard Hainz sowie Niclas Pichler, dem Neffen und Verwalter ihres Nachlasses realisiert wird.

Eröffnung: Dienstag, 19. Juli 2016, 19.00 Uhr
Begrüßung: Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien
Zum Werk: Florian Steininger, Direktor der Kunsthalle Krems
Hommage: Bernhard Hainz, Rechtsanwalt, Sammler und Mitherausgeber der Monografie Traudel Pichler - Mit der Farbe philosophieren


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