Party · Diverses

Transcultural Emancipation


TRANSCULTURAL EMANCIPATION
Außeninstallationen der Artists in Residence von Bundeskanzleramt und KulturKontakt Austria
im Rahmen von FOTO WIEN

zeigt

Jiajia Qi, Sandra Lieners, Vikenti Komitski & Maximilian Pramatarov

kuratiert von Ursula Maria Probst

Transcultural Emancipation

Einer politischen Praxis von Kunst im Stadtraum folgend, wird durch die Billboard-Installationen an den Außenflächen des Projekt- und Veranstaltungsraumes Fluc im Austausch und in Zusammenarbeit mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die sich als Artists in Residencevon BKA und KulturKontakt Austria für drei Monate in Wien aufhalten, eine Präsentations- und Interventionsfläche im urbanen, öffentlichen Raum geboten. Das Projekt “Transcultural Emancipation” ist Teil dieser 2013 gestarteten und fortlaufenden Initiative.

Worin bestehen heute emanzipatorische Prozesse, Aktionen zur Befreiung von gesellschaftlichen Normen und medienpolitisch forcierten, einschlägigen Weltanschauungen? Wie können in der Diskussion darüber neue Territorien besetzt werden, um in diesem Zusammenhang stehende transkulturelle Positionen zu thematisieren? Welche Fähigkeiten, sozialen Beziehungen, individuelle Lebensperspektiven spielen hier in der Ausbildung einer differenzierten Sichtweise hinein? Welche Möglichkeiten bietet das Verflechtungsmodell der Transkulturalität gegenüber jenem der Interkulturalität in der Auseinandersetzung mit kulturellen Differenzen und wie wird künstlerisch damit umgegangen?

Die Auseinandersetzung mit Mechanismen und Strukturen transkultureller Emanzipation im künstlerischen Feld gestaltet sich je nach Kontext und kultureller Rezeptionsästhetik unter verschiedenen Vorzeichen und ist folglich einem ständigen Prozess der Veränderung unterworfen. Bei den im Rahmen von “Transcultural Emancipation” realisierten Projekten ist die Auseinandersetzung mit der transkulturellen Situation am Wiener Praterstern ebenso immanenter Bestandteil wie die Hinterfragung dessen, wie künstlerische Arbeit in eine politisch gesellschaftliche Dimension überführt werden kann. Die Billboards bilden nicht bloß eine Schau- und Projektionsfläche, sondern sollen zur Kommunikation anregen, uns interessiert die Reaktion der Passanten/innen, die Hinterfragung jener Konstellationen, einer in Veränderung begriffenen gesellschaftspolitischen Situation.
International artists spending three months in Vienna as Artists in Residence are given the opportunity to use the billboard walls as a format for presentation and intervention, in line with the political practice of art in public urban spaces. The project “Transcultural Emancipation” is part of this ongoing initiative, which was begun in 2013.

Jiajia Qi, I was there (I), 2019, Billboard-Installation
Jiajia Qi, I was there (II), 2019, Billboard-Installation
In this project, I try to use compared the way how the different tourists use different position to take the photo, to analyze the difference between direct looking, `unsighted´looking, and actually seeing. Let the audience to ask themselves how they perceived the things around them. To explore the processes between what the surrounding offer up for observes and what someone actually observes.

Jiajia Qi was born in Zhejiang, China, and is currently living and working in The Hague, TheNetherlands. She graduated from Interactive Media Design at the Royal Academy of Art in The Hague. She also holds a bachelor degree in Sociology from Zhejiang A&F University, Zhejiang

Sandra Lieners, The Game (Werkausschnitt), 2018, multimediale Billboard-Installation
Sandra Lieners, #lebeneben” (Werkausschnitt), 2018, multimediale Billboard-Installation

Ihre Bildmotive findet Sandra Lienes im urbanen Raum, von dem sie Graffitis oder städtische Typographien auf ihre Bilder (Öl auf Leinwand) überträgt. Einzelne Teile werden dekonstruiert und neu kombiniert und vermitteln ein anderes Gefühl für den urbanen Lebensraum indem sie zu einerflaneurhaften Spurensuche animieren. Sandra Lieners lässt Diversitätenund Methoden zu, die an Praktiken der Decollagen der Pariser Affichisten denken lassen.

Die Luxemburgerin Sandra Lieners absolvierte ihre künstlerische Ausbildung an der Universität für angewandte Kunst in Wien, sowie in der Malerei Klasse der Akademie der bildenden Künste in Florenz. Nach dem Studium etablierte sie sich als freischaffende Künstlerin in Luxemburg, wo sie regelmäßig ausstellt. 2017 wurde sie für eine Künstlerresidenz nach New York eingeladen und für den Edward Steichen Award nominiert. 2018 gewann sie den Pierre Werner Preis im Rahmen der jährlichen Salonausstellung des CAL in Luxemburg.

Vikenti Komitski & Maximilian Pramatarov, Speling Mistakes, 2019, Billboard-Installation
If one is a number, two is a Dream. On three you wake up to find nothing changes, Things just switch places. It´s confusing in the dark at times. Spelling mistakes.
Maximilian Pramatarov was born in (1979Sofia) Bulgaria, lives and works in Viennaand Sofia. MA in Photograpy at the University for Applied Arts, Vienna, Austria. Some of his solo exhibitions are `Intentional errors´ - Heerz Tooya, Veliko Turnovo, BG (2019). He took part, amog others in the exhibitions connected by, Jan Arnold Gallery, Vienna, Austria (2018), A Sexist Exhibition ONE NIGHT STAND Gallery, Sofia, Bulgaria (2017), Beton, Kunsthalle Wien (2016) and Fashion!!! what a coincidence!, Foto K, Vienna, Austria (2013)*

Vikenti Komitski ( *1983 Sofia ) studied Sculpture in Sofia and is currently enlisted atMA, Art in Context in Universität der Künste, Berlin. Some of his solo shows are Nevermind The Gap in Joey Ramone Gallery, Rotterdam. Update in Krinzinger gallery, Vienna (2015), and New Poor, ICA, Sofia (2013). Among the group shows he took part in areContemporary Icons; the art of spectacle, Meulensteen Art Museum, Bratislava (2015), Places of Transition, Freiraum, Museumsquartier Vienna (2014), Balkon Zum Balkan, kunsthalle Baden Baden, (2014 ); He lives and works in Berlin.


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