Theater

Torvald


Öfter mal die Perspektive wechseln … Ausgelöst durch feministische Diskurse hat sich in den letzten Jahrzehnten ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen. Die Frau von heute ist selbstverständlich emanzipiert. Dass dadurch aber die Rolle des Mannes ziemlich ins Wanken geraten ist, entzieht sich oft der allgemeinen Aufmerksamkeit.

Wie definiert sich ein Mann von heute ohne klare Vorbilder und Orientierungshilfen? Welcher Vision folgt er? Das Bekannte, das von den Vätern noch Gelebte, driftet sukzessive immer weiter weg. Konfrontiert mit einer Vielzahl neuer Anforderungen, Bedingungen und Möglichkeiten, sieht er zumeist nur schemenhaft neues Land.

Nach Ibsens revolutionäre Drehung der Optik auf die unselbständig gehaltene Frau in seinem Klassiker „Nora oder Ein Puppenheim“ richtet Rachelle Nkou und ihre Gruppe DAS GUT diese wieder auf den Mann ein. In ihrer Version wird der Ehemann Torvald ins Zentrum gestellt. Am Zenit seiner Karriere als Bankdirektor verliert er plötzlich die Bodenhaftung in seinem Leben und gerät im Spannungsfeld zwischen männlicher Identitätskrise und Bournout-Syndrom ins Schleudern.

Uraufführung
Von Rachelle Nkou
Sehr frei nach „Nora oder Ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen

Es spielen Alexander Braunshör, Martin Bergmann, Birgit Linauer, Julian Loidl, Rachelle Nkou und Johanna Orsini-Rosenberg

Regie Rachelle Nkou
Text Team
Bühne Team
Kostüm Judith Stehlik, Rachelle Nkou
Musik Boris Fiala
Choreografie Lisza Loidl
Video Judith Stehlik
Regieassistenz Stephanie Kohlross
Licht Hans Egger
Technik Andreas Nehr


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