Klassik

Tonkünstler Orchester - Pini di Roma


François Leleux, Oboe
Andrés Orozco-Estrada, Dirigent

PROGRAMM
Richard Strauss
«Till Eulenspiegels lustige Streiche» Tondichtung op. 28
Konzert für Oboe und Orchester

--- Pause ---
Antonio Pasculli
Konzert für Oboe und Orchester nach Motiven aus der Oper «La Favorite» von Gaetano Donizetti
Ottorino Respighi
«Pini di Roma» Symphonische Dichtung

Das Tonkünstler-Orchester, Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada und der Oboensolist François Leleux erzählen uns von fremden Ländern und aus vergangenen Zeiten: Richard Strauss, dessen 150. Geburtstag 2014 gefeiert wird, hebt mit seinem kecken «Till Eulenspiegel» den Vorhang für diesen geschichtsträchtigen Abend. Viele Jahre später schrieb Strauss sein Oboenkonzert auf Anregung eines amerikanischen Musikers und Soldaten, der nach dem Krieg bei ihm zu Besuch war – eine künstlerische Geste der Versöhnung. Im zweiten Teil eröffnet Antonio Pasculli mit einem Oboenkonzert über Themen aus italienischen Opern, die archaischen «Pini di Roma» von Respighi künden vom Ruhm vergangener Zeiten und schließen gleichzeitig den Abend der musikalischen Erzählungen ab, der vom Jugendsinfonieorchester Niederösterreich im Prélude eröffnet wird.

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Vor einem Jahrhundert wurde ein neues Kapitel österreichischer Orchestergeschichte aufgeschlagen. Das Wiener Tonkünstler-Orchester spielte am 10. 10. 1907 sein erstes Konzert, in dem unter der Leitung der drei Dirigenten Bernhard Stavenhagen, Hans Pfitzner und Oskar Nedbal Werke von Goldmark, Grieg, Liszt und Beethoven auf dem Programm standen. Zur Erinnerung an den Beginn der Wiener Tonkünstler, die das Vorbild bei der Gründung der Tonkünstler Niederösterreichs vor nunmehr 70 Jahren waren, wiederholt das Orchester das Debütprogramm mit einer auch heute noch von diesem Klangkörper hochgehaltenen Programmmischung aus klassischer Symphonik, romantischen Tondichtungen und Raritäten.

Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich zählt zu den wichtigsten Institutionen der österreichischen Musikkultur. Aus einer reichen Tradition kommend, führt den Klangkörper der Weg in eine vielfältige Zukunft. Das klassische Repertoire bleibt ein Kernbereich der Orchesterarbeit. Aber gleichzeitig werden Aktivitäten gesetzt, um der Orchesterkultur und den Tonkünstlern weiterhin eine Resonanz zu sichern.

Zukunftsorientiert ¿
¿ sind an den Tonkünstlern nicht allein alternative Programmwege, sondern auch die Initiativen, neue Publikumsschichten einzubeziehen. Das Repertoire wird ständig erweitert, jedes Programm ist von einer bestimmten inhaltlichen Idee geprägt. Es werden neue Genres einbezogen, neue Musizierformen in Zusammenhang mit außergewöhnlichen Solisten und Ensembles gesucht und kreative Konzepte verwirklicht. Durch die Programmierung von attraktiven Kompositionen der Gegenwart wird die Schwellenangst vor Neuer Musik überwunden. Als erstes Orchester in Österreich haben die Tonkünstler bereits 2003 eine Abteilung für Musikvermittlung eingerichtet. In Workshops bereiten Musiker/innen des Orchesters Schulklassen auf Konzerte und Musiktheateraufführungen vor und fördern deren musikalische Sensibilität.

Traditionsbewusst ¿
¿ pflegen die Tonkünstler das klassische Konzertrepertoire mit Werken von Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert, Brahms, Bruckner, Mahler und Richard Strauss im natürlichen Zentrum einer österreichischen Orchesterkultur, darüber hinaus mit der breiten Orchesterliteratur der Romantik und der klassischen Moderne. Die Tonkünstler knüpfen damit an ihr jahrzehntelanges erfolgreiches Wirken im Wiener und niederösterreichischen Konzertleben sowie auf internationalen Tourneen an, das sie mit bedeutenden Gastdirigenten wie Clemens Krauss, Paul Hindemith, Arvid und Mariss Jansons, Zubin Mehta, Christoph von Dohnányi und HK Gruber und prominenten Solistinnen und Solisten wie Arthur Grumiaux, Leonid Kogan, Wolfgang Schneiderhan, Mstislaw Rostropowitsch, Heinrich Schiff, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, Grigorij Sokolow, Edita Gruberova, Agnes Baltsa und Christa Ludwig zusammenführte. Heute musizieren die Tonkünstler regelmäßig zusammen mit renommierten Dirigenten wie Jeffrey Tate, Bruno Weil und Andrew Litton und Topsolisten wie Renaud Capuçon, Giuliano Carmignola, Isabelle van Keulen, Boris Berezovsky und Clemens Hagen. Den Chefdirigenten Kurt Wöss, Gustav Koslik, Heinz Wallberg, Walter Weller, Miltiades Caridis, Isaac Karabtchevsky, Fabio Luisi und Carlos Kalmar folgte 2004 Kristjan Järvi.


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