Klassik

Tonkünstler Orchester Niederösterreich


An die Erfolge der vergangenen Saisonen anknüpfend, widmen sich die Tonkünstler und Andrés Orozco-Estrada einem der ganz großen Musikschaffenden: Ludwig van Beethoven ist mit drei Werken vertreten, die einen faszinierenden Blick auf seine Meisterwerkstatt freigeben.

Ludwig van Beethoven
Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-moll op. 80;
hoerprobe Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58;
hoerprobe Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

Ein ganzes Konzertprogramm einem Komponisten zu widmen, bietet die wunderbare Möglichkeit, sich intensiv mit seinem Werk auseinander- zusetzen. An die Erfolge der vergangenen Saisonen anknüpfend, widmen sich die Tonkünstler und Andrés Orozco-Estrada einem der ganz großen Musikschaffenden: Ludwig van Beethoven ist mit drei Werken vertreten, die einen faszinierenden Blick auf seine Meisterwerkstatt freigeben. Mit der Fantasie für Klavier, Chor und Orchester op. 80, dem sonnendurchfluteten Klavierkonzert Nr. 4 und der „Pastorale“ zum krönenden Abschluss vervollständigt sich der Streifzug durch die großartige Musikwelt Beethovens.

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Vor einem Jahrhundert wurde ein neues Kapitel österreichischer Orchestergeschichte aufgeschlagen. Das Wiener Tonkünstler-Orchester spielte am 10. 10. 1907 sein erstes Konzert, in dem unter der Leitung der drei Dirigenten Bernhard Stavenhagen, Hans Pfitzner und Oskar Nedbal Werke von Goldmark, Grieg, Liszt und Beethoven auf dem Programm standen. Zur Erinnerung an den Beginn der Wiener Tonkünstler, die das Vorbild bei der Gründung der Tonkünstler Niederösterreichs vor nunmehr 70 Jahren waren, wiederholt das Orchester das Debütprogramm mit einer auch heute noch von diesem Klangkörper hochgehaltenen Programmmischung aus klassischer Symphonik, romantischen Tondichtungen und Raritäten.

Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich zählt zu den wichtigsten Institutionen der österreichischen Musikkultur. Aus einer reichen Tradition kommend, führt den Klangkörper der Weg in eine vielfältige Zukunft. Das klassische Repertoire bleibt ein Kernbereich der Orchesterarbeit. Aber gleichzeitig werden Aktivitäten gesetzt, um der Orchesterkultur und den Tonkünstlern weiterhin eine Resonanz zu sichern.

Zukunftsorientiert
sind an den Tonkünstlern nicht allein alternative Programmwege, sondern auch die Initiativen, neue Publikumsschichten einzubeziehen. Das Repertoire wird ständig erweitert, jedes Programm ist von einer bestimmten inhaltlichen Idee geprägt. Es werden neue Genres einbezogen, neue Musizierformen in Zusammenhang mit außergewöhnlichen Solisten und Ensembles gesucht und kreative Konzepte verwirklicht. Durch die Programmierung von attraktiven Kompositionen der Gegenwart wird die Schwellenangst vor Neuer Musik überwunden. Als erstes Orchester in Österreich haben die Tonkünstler bereits 2003 eine Abteilung für Musikvermittlung eingerichtet. In Workshops bereiten Musiker/innen des Orchesters Schulklassen auf Konzerte und Musiktheateraufführungen vor und fördern deren musikalische Sensibilität.

Traditionsbewusst pflegen die Tonkünstler das klassische Konzertrepertoire mit Werken von Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert, Brahms, Bruckner, Mahler und Richard Strauss im natürlichen Zentrum einer österreichischen Orchesterkultur, darüber hinaus mit der breiten Orchesterliteratur der Romantik und der klassischen Moderne. Die Tonkünstler knüpfen damit an ihr jahrzehntelanges erfolgreiches Wirken im Wiener und niederösterreichischen Konzertleben sowie auf internationalen Tourneen an, das sie mit bedeutenden Gastdirigenten wie Clemens Krauss, Paul Hindemith, Arvid und Mariss Jansons, Zubin Mehta, Christoph von Dohnányi und HK Gruber und prominenten Solistinnen und Solisten wie Arthur Grumiaux, Leonid Kogan, Wolfgang Schneiderhan, Mstislaw Rostropowitsch, Heinrich Schiff, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, Grigorij Sokolow, Edita Gruberova, Agnes Baltsa und Christa Ludwig zusammenführte. Heute musizieren die Tonkünstler regelmäßig zusammen mit renommierten Dirigenten wie Jeffrey Tate, Bruno Weil und Andrew Litton und Topsolisten wie Renaud Capuçon, Giuliano Carmignola, Isabelle van Keulen, Boris Berezovsky und Clemens Hagen. Den Chefdirigenten Kurt Wöss, Gustav Koslik, Heinz Wallberg, Walter Weller, Miltiades Caridis, Isaac Karabtchevsky, Fabio Luisi und Carlos Kalmar folgte 2004 Kristjan Järvi.


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