Theater

Tom Struyf - Vergeetstuk


In einem berührenden Plädoyer für die Liebe versucht sich der belgische Theatermacher Tom Struyf zu erinnern, warum er von seinem Gedächtnis im Stich gelassen wird.

In seinem „Stück vom Vergessen“ findet der junge Flame Tom Struyf in einer Schublade ein altes Foto. Nur kann er sich weder an das Ereignis noch an die Personen erinnern, die neben ihm abgelichtet sind. Er sieht sich selbst, wie er in einem Anzug neben einer Frau im Brautkleid steht. Hat er geheiratet? Da ihm die Erinnerung daran vollkommen fehlt, will er in Erfahrung bringen, warum ihn die Memorierungsfähigkeiten seines Gehirns derart im Stich lassen – es ist nämlich nicht das erste Mal, dass sein Gedächtnis aussetzt.

In Gesprächen mit einem Neurochirurgen, einem Rückführungstherapeuten, einer Philosophin, einer Psychologin, einem Tai-Chi-Lehrer und seiner eigenen Großmutter versucht er, der Sache auf den Grund zu gehen. Erst hoch oben in den Schweizer Bergen dämmert ihm schließlich, warum er so vergesslich ist.

Tom Struyf arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Vortrag und Performance. Mit unverblümter Aufrichtigkeit und dabei verblüffend charmant versucht Struyf nachzuzeichnen, wie unser Denken das Handeln bestimmt – daraus entwickelt sich ein berührendes Plädoyer für die Liebe.

Von und mit Tom Struyf
Dramaturgie Willem de Maeseneer
Kamera und Schnitt Geert De Vleesschauwer

In flämischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Talk nach der Vorstellung am
Sa 03/10


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