Jazz

Tobias Hoffmann Trio


„Gäbe es hier Sterne zur Bewertung, man müsste Tobias Hoffmann das Universum zu Füssen legen“, so Martin Laurentius, JazzThing, über das Album „11 Famous Songs Tenderly Messed Up“, für das der in der Diktion Wolf Kampmanns „derzeit wahrscheinlich beste Jazzgitarrist Deutschlands“ 2015 auch gleich einen Echo Jazz als Gitarrist national erhalten hat.

Erschienen ist das Debütalbum des Trios bei Klaeng records, dem Label des gleichnamigen Kölner Jazzkollektivs, das Hoffmann gemeinsam mit weiteren jungen und so spannenden Musikern wie u.a. Pablo Held, Frederik Köster und Robert Landfermann 2010 gegründet hat. Vielbepreist ist der junge Gitarrist bereits auch mit anderen Formationen. So gewinnt er 2009 als Mitglied des Frederik Köster Quartetts den Neuen Deutschen Jazzpreis in Mannheim, 2013 sodann ein weiteres Mal mit der Band „Max Andrzejewski‘s Hütte“. 2016 folgt auch der WDR Jazzpreis. In der Jurybegründung heißt es: „Hoffmann ist ein passionierter Diskursmischer, einer, der seine Ideen so subtil und folgerichtig in das Gestrüpp der Improvisation einbindet, ein Strukturgeber, der als Person hinter dem Gruppenklang zurückzutreten scheint und damit das der Improvisation immanente Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Kollektiv stilistisch offenherzig in Richtung des Gemeinsamen und Verbindenden auflöst.“
Für das vorliegende Trio hat sich Hoffmann nunmehr allseits bekannte Songs, Klassiker aus verschiedenen Genres und Epochen vorgenommen und generiert Coverversionen der hochachtenden und doch nicht minder recht eigenen Art. „Mein Standards-Album“ nennt der Gitarrist dieses Grenzen sprengende Werk, bei dem Gershwin, Mingus, Monk, Davis ebenso zu neuen Ehren kommen wie Hendrix, Dylan, Lennon oder Harrison. „One of Germany‘s most creative and original voices in guitar“ nennt ihn die New Yorker Basslegende Greg Cohen in den Liner Notes zum Album. Mitstreiter Frank Schönhofer und Etienne Nillesen überzeugen desgleichen als hart groovendes und gleichzeitig flexibles und kreatives Rhythmusgespann, das Gitarrenspiel selbst liegt irgendwo zwischen Jazz, Blues, Surf und Noise, jault, plappert, zitiert, jubiliert, krächzt. Das Trio erscheint wie die bizarre Vorstellung, das Jim Hall Trio und The Cream hätten die Klamotten getauscht. „Mit Liebe zersemmelt“ – soviel sei – um weiter mit Klaeng records zu sprechen – hiermit gleich und versprochen …. (Ute Pinter)

Tobias Hoffmann: guitar, banjo
Frank Schönhofer: bass
Etienne Nillesen: drums

18.45 h Meet the Artists: Ute Pinter im Gespräch mit den Künstlern

Eine Veranstaltung der Jeunesse im Rahmen von „All that Jazz“

http://www.jeunesse.at


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