Klassik

Tiroler Symphonieorchester


Programm:

HECTOR LOUIS BERLIOZ (1803 - 1869)
Ouverture Le Corsaire op. 21

OLIVIER MESSIAEN (1908 - 1992)
L'Ascension - Vier symphonische Meditationen

JOHANNES BRAHMS (1833 - 1897)
Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

19.15 UHR VORKONZERT
Tiroler Landesjugendorchester gemeinsam mit dem TSOI (Leitung Francesco Angelico)

FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY
Streichersymphonie Nr. 9 (Schweizerische)

Der junge indonesische Dirigent Adrian Prabava begann seine Laufbahn als Assistent von Kurt Masur und zählt heute zu den aufstrebenden Dirigenten seiner Generation. Mit einem opulenten, differenziert romantischen Programm gibt er sein Debüt beim TSOI.

Piraten, die edelmütigen Outlaws der romantischen Literatur, inspirierten Hector Berlioz zu seiner Konzertouvertüre Le Corsaire, nach einer Erzählung Lord Byrons. Die Wirkung seiner Komposition ist so unwiderstehlich wie dramatisch und zieht Parallelen zwischen der elementaren Urgewalt des Meeres und der aufgewühlten Seele des Menschen, den der Dichter sehr eindringlich in seinem Epos schilderte.

Noch sehr deutlich unter dem Einfluss des musikalischen Impressionismus komponierte Olivier Messiaen das Stück L’Ascension, die Himmelfahrt, das wie die meisten seiner Werke für großes Orchester religiös inspiriert ist. Mit opulenten Klangfarben versuchte er auch in diesen Meditationen für Orchester, religiöses Erleben sinnlich erfahrbar zu machen.

Tradition und Moderne begegnen sich im symphonischen Schaffen Johannes Brahms‘, der seine erste Symphonie erst spät und nach zähem Ringen komponierte, im ständigen Zwiespalt zwischen den Erwartungshaltungen, die ihm als Erben Beethovens entgegengebracht wurden, und seinen eigenen stetigen Zweifeln.

Dennoch ist ihm die Erneuerung der Gattung Symphonie gelungen, indem er ihre formale Enge überwand und so im weiteren Sinn zum Wegbereiter der Moderne wurde.


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