Theater

Tiefer als Wellenklang



Hans-Christian Andersen (1805 - 1875), der weltberühmte dänische Dichter, wurde vor allem als Schöpfer zeitloser Märchen wie »Die kleine Meerjungfrau«, »Die Schneekönigin« oder »Das hässliche Entlein« bekannt, Werke, die mittlerweile der Weltliteratur angehören. Bezeichnenderweise trägt sogar die Autobiografie Andersens den Titel »Das Märchen meines Lebens«.

Weitaus weniger im Rampenlicht stehen seine oft recht ernsthaften Gedichte, die auf den ersten Blick so gar nicht in die Welt des Märchens passen. Bei näherer Betrachtung werden jedoch in beiden Gattungen die existenziellen Fragen des menschlichen Daseins evident: Liebe, Tod, Angst, Sehnsucht, Verlust und Hoffnung.

Im Gedicht »Des Dichters Brust« lässt Andersen das Innere des Dichters »tiefer als Wellenklang« tönen. Diese Klangvielfalt soll in den Tonbildern dreier sehr unterschiedlicher Komponisten (Schumann, Grieg, Prokofjew) und im Zusammenwirken dreier verschiedener Klangwelten − nämlich die der Sprache (Brigitte Karner), des Gesangs (Christa Maria Dalby) und des Klaviers (Iris Shioling Moldiz)− seinen Ausdruck finden und den vielfarbigen Facetten eines vielseitigen Dichtertalents Rechnung tragen.


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