Kunstausstellung

Those were the Days - Die Zeit der Veranstaltungen


Volkskundemuseum Wien

1080 Wien, Laudongasse 15-19

Fr., 15.05.2020 - So., 30.08.2020

  • Eintritt frei
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Wir brauchen Veranstaltungen – die VeranstalterInnen brauchen uns! Die ausgestellten T-Shirts und Pässe sind Relikte der Zeit des öffentlichen und gemeinschaftlichen Rock´n Rolls, wie er um die Welt zog und hunderttausende Menschen glücklich machte.

Erinnerung
Wir erinnern uns noch: Damals im Jahr 2020 brach über die Welt das Coronavirus herein. Es zeigte, wie empfindlich die damalige Gesellschaft mit ihren lokalen wie globalen wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen war. Binnen weniger Wochen kam alles zum Erliegen, was vorher als endloses Wachstum gesehen wurde. Die Staaten reagierten und regulierten auf unterschiedlichste Weise. Es war die Stunde der medizinischen SpezialistInnen, abertausenden selbstermächtigten ExpertInnen und unzähligen Weltverschwörungsapologeten. Die Politik suchte ihren Weg aus der Krise, empfahl den Menschen Homeoffice, sperrte öffentliche Institutionen, die Gastronomie und untersagte sämtliche Veranstaltungen.

Das Netz
Es war der Moment des Internets. Auf allen Ebenen künstlerischen Schaffens wurden Formate entwickelt, um über die Bildschirme mit der Außenwelt zu kommunizieren. Neben vielen anderen erinnern wir uns an die Rolling Stones, die aus ihrem jeweiligen Wohnzimmer einen Song lieferten, an Orchester, die über Videokonferenz dirigiert wurden oder an die Universal-Studios, die während der Krise den Film Trolls World Tour nicht nur in den wenigen offenen Kinos in den USA, sondern zeitgleich auch online veröffentlichten. Der finanzielle Erfolg war so groß, dass es trotz Boykottaufrufe der großen Kinoketten für die Studios ein wirtschaftliches Zukunftsmodell wurde.

Offenes Ende
Die Corona-Krise dauerte an, nur langsam durften Gastronomie und Beherbergungsbetriebe wieder öffnen. Veranstaltungen hingegen blieben auf Grund des Ansteckungsrisikos weiterhin untersagt. Aber wie sollten Kreative, KünstlerInnen und VeranstalterInnen ihren Lebensunterhalt bestreiten? Es war keine Lösung seitens der Regierungen in Sicht. Es blieb einzig die Hoffnung auf einen Impfstoff.

Sentimentale Reise
Heute denken wir noch gerne an das 20. und 21. Jahrhundert, in dem sich Menschen in Clubs, in Stadien, auf Feldern, in Hallen versammelten, um gemeinsam ihre geliebten KünstlerInnen zu hören und zu sehen.

Die ausgestellten T-Shirts und Pässe sind Relikte der Zeit des öffentlichen und gemeinschaftlichen Rock´n Rolls, wie er um die Welt zog und hunderttausende Menschen glücklich machte.