Theater

Thomas Bernhard - Einfach kompliziert


Es sind einige Jahre vergangen, dass ich meinem Sohn die Übersetzung dieses Stückes vorgeschlagen habe.

Thomas Bernhard Schaffen war ihm übrigens nicht fremd. 1999, für das „Teatr Polski“ in Warschau, bereitete er erfolgreich eine polnische Fassung des Stückes „Minetti“ vor.

Warum war mir „Einfach kompliziert“ schon damals so wichtig, obwohl ich zu dieser Zeit noch keine klare Vorstellung hatte, wo und wann ich das wunderbare Werk inszenieren könnte. Auf jeden Fall wäre es für mich, (damals dachte ich so) meine zweite Auseinandersetzung mit Bernhard. 1997 für das Polnische Fernsehen durfte ich nämlich seinen „Heldenplatz“ verfilmen.

Jetzt – 2014 - in meinem Jubiläum Jahr ist es so weit. Es findet doch die zweite Begegnung mit meinem Lieblings- Autor und mit seinem Werk statt.

„Einfach kompliziert“ – eine Art innerlicher Beichte eines Künstlers mit großen Lebenserfahrungen. Eines, der gerade einen sehr tiefen Blick in seine eigene Vergangenheit wirft. Es bedeutet eine sehr persönliche Auseinandersetzung. Ein Kampf mit dem „alt werden“, mit der Einsamkeit. Die ewige Suche nach den Antworten auf die Frage nach dem Sinn eines Lebens, das sich langsam dem Ende nähert.

Vielleicht suchte ich schon vor Jahren, noch unbewusst, diesen Text. Er entspricht doch langsam auch meiner jetzigen Lage und meiner Zukunft.

„Einfach kompliziert“ bedeutet eine Parabel in der es auch um die Kunst geht. Uns, die Künstler, begleitet sie ein Leben lang. Sie schenkt uns viel Gnade und krönt uns. Aber in der Krone, die wir manchmal tragen dürfen, kann es uns auch plötzlich eng werden. Dann wird sie zu einer Dornenkrone. Sie wird vielleicht auch zum Verhängnis. Es tut weh. Ein Gefühl, das schmerzt, aber es gehört letztendlich zum Ganzen. Aus der Perspektive der Zeit entwickelt sich nämlich eine dialektische Korrelation zwischen dem Erfolg und der Niederlage. Zwei untrennbare Komponenten des Lebens.

IN POLNISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN

ÜBERSETZUNG – MAREK SZALSZA
INSZENIERUNG – PIOTR SZALSZA
DARSTELLER – ANTONI GRYZIK
BÜHNENBILD - MALGORZATA SUWALSKA
LICHT UND SOUND – SERGIUSZ BROŻEK

DIE AUFFÜHRUNG FINDET ANLÄSSLICH DES 70. GEBURTSTAG
UND 50. JAHRESTAG DER KÜNSTLERISCHEN TÄTIGKEIT(DAVON 30 JAHRE IN ÖSTERREICH)
VON PIOTR SZALSZA STATT

EINE PRODUKTION DER SU PRODUCTION (KATOWICE)
UND WIENER-KRAKAUER KULTUR-GESELLSCHAFT


Vergangene Termine