Theater

Theaterfestival Schäxpir


Das Oberösterreichische Theaterfestival Schäxpir für junges Publikum geht 2021 von 16. bis 26. Juni an 15 Spielstätten in Linz und Steyr über die Bühne.

Die 11. Ausgabe des biennal stattfindenden Festivals steht unter dem Motto "super natural"und fragt sich: "Was eigentlich natürlich und was menschgemacht ist."

"Ein weitgefasstes Thema, das genau zur richtigen Zeit kommt", fand Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), stellvertretend für den Veranstalter, das Land Oberösterreich. So habe die Pandemie "die eingeübte Sicherheit genommen" und "der unsichere Boden" sei vor allem für die jungen Menschen eine "besondere Herausforderung".

"Ungewöhnliche Zeiten verlangen nach übernatürlichen Maßnahmen", merkte die künstlerische Leiterin Sara Ostertag an. Und daher gebe es heuer soviel Kooperationen wie noch nie, etwa jene mit der Landesausstellung in Steyr. Insgesamt sind 30 Produktionen von sechs Nationen, eine Club Matinee im Botanischen Garten sowie ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum "Located Spaces" von Johannes Steininger an 15 Spielstätten geplant, konkretisierte Festivalleiterin Cornelia Lehner. "Es war uns wahnsinnig wichtig, die Ethik des Kuratierens zu berücksichtigen", ergänzte Ostertag einen Aspekt der Programmierung. So sei es gelungen, ein "resilientes Festival zu schaffen, das nicht verfällt, wenn doch coronabedingt einige Programmpunkte nicht stattfinden könnten", meinte sie zu den von der Pandemie schwer getroffenen Kulturschaffenden.

Highlights beim Schäxpir 2021

Einige Höhepunkte bilden etwa die Uraufführung "Donna Quichotta- die Ritterin von der tapferen Gestalt" des Theater des Kindes, in dem eine Frau gegen Windmühlen kämpft. Das Theater Phönix bringt trotz eines Brandes im Proberaum die Produktion "Schalldicht" von Sina Heiss auf die Bühne. Das Landestheater zeigt das Musical "The Wave", das auf dem Sozialexperiment eines Lehrers basiert, der einer Klasse den Holocaust und die Gräuel der Nazis verdeutlichen wollte.

Auch wenn sich Schäxpir als Festival für junges Publikum bezeichnet, versteht es sich doch als generationenübergreifend. Man ziele auf die Partizipation aller Zuschauer ab, will kulturelle Teilhabe und den dafür nötigen niederschwelligen Zugang bieten. Damit das möglich wird, verfolge man ein strenges Corona-Präventionskonzept.


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