Theater

Theater Wagabunt - Auguste Bolte


Wenn die Erzählung „Auguste Bolte“ von Kurt Schwitters (1887-1948) auf dem Programm steht, dann blicken wir zurück in die Epoche, in der Künstler gegen die herrschende Politik und den Kleinbürgergeist antraten und dabei auf Absurdes setzten.

AUGUSTE BOLTE 14+
von Kurt Schwitters

Zum Lachen gibt es ebenso viel wie zum Denken, die Erzählung, die bereits nur gelesen einen bewegenden Theaterabend ergeben könnte, thematisiert den Akt der Entscheidung, in dessen Verlauf wir erkennen, dass die Tragweite ohnehin nicht abschätzbar ist.

Auguste Bolte, deren Name sich schon mit den Wörtern wusste und wollte zum Reim formen lässt, beobachtet auf der Straße zehn Menschen, die in dieselbe Richtung gehen. Die Schlussfolgerung, dass da etwas los sein muss, führt zu den tollsten und absurdesten Verfolgungsjagden der Weltliteratur und bei Wagabunt zu einem temporeichen Ensemblestück.

Ein Riesenspaß, der äußerste Konzentration verlangt, bei dem kein Moment verblödelt wird und bei dem die Feinheit der Sprache absolut erhalten bleibt.

Der Mensch musste sich entscheiden. Und er musste sich entscheiden, nicht weil er sich entscheiden musste, sondern gerade weil es an sich gleichgültig war, ob er sich entschied und wie er sich entschied.
(Kurt Schwitters)

Mit: Anwar Kashlan, Robert Kahr, Wolfgang Pevestorf, Regie: Stephan Kasimir, 
Ausstattung: Caro Stark


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