Theater

Theater Quadrat - Der Process


Franz Kafkas „Der Prozess“ ist eine umwerfend moderne Ausformung des alten Mythos von Schuld und Gericht.

Für die knappe Form der Theatervorlage ist Kafkas Arbeitsstil ein Segen, da er durch seine heftigen und plötzlichen Kreativitätsattacken alle Motive in jedem Kapitel neu vereinigt und zum Ausdruck bringt.

Entsprechend den zehn Kapiteln des Romans (in der Fassung der Handschrift) geht auch bei uns zehnmal der „Vorhang“ von neuem hoch. Der Bedeutungsvielfalt von Kafkas Werk begegnen wir mit der Formenvielfalt des Theaters. Der Vielfalt der Interpretationsansätze entspricht der Dachboden in der Alberstraße 23 als Aufführungsort, der es uns erlaubt durch seine Schrägen, Kanten und Ecken aus ungewohnten Perspektiven auf das Gegebene zu blicken. Aber natürlich gilt der Grundsatz, dass sich erst im Laufe der Probenarbeit herausstellen wird, wohin die Arbeitsprozesse uns letztlich führen und, dass letztlich alles auch ganz anders sein kann. Wie Adorno zu Kafkas Werk schreibt: „Jeder Satz spricht: deute mich, und keiner will es dulden.“

DarstellerInnen: Ninja Reichert, Rudi Widerhofer, Alexander Kropsch, Werner Halbedl
Regie: Kropsch/Halbedl
Regieassistenz: Sophie Trogbacher
Technische Betreuung: Peter Spall


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