Theater

Theater Ecce - Der Elefantenmensch


Der Elefantenmensch eröffnet die Reihe "Palast der Wunder", in der sich das Theater ecce anhand verschiedener Geschichten des ‚Besonders Seins' mit der Frage der menschlichen Würde beschäftigt.

Seit mehr als 20 Jahren balanciert das Theater ecce beim Versuch, Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen in professionelle Theaterarbeit einzubinden, auf dem schmalen Grat zwischen Inklusion und dem Zur-Schau-Stellen der Beteiligten, zwischen Ausbeutung und Empowerment. Inklusion oder Befriedigung von purem Voyeurismus der Zuschauer*innen? Im Mittelpunkt steht die Frage nach der menschlichen Würde. Freakshow inklusiv.

DER ELEFANTENMENSCH eröffnet die Reihe PALAST DER WUNDER, in der sich das Theater ecce anhand verschiedener Geschichten des ‚Besonders Seins' mit der Frage der menschlichen Würde beschäftigt.

1884 entdeckt der Arzt Dr. Frederick Treves in einer Schaubude auf einem Londoner Jahrmarkt den grotesk entstellten Joseph Merrick. Seine schwere körperliche Beeinträchtigung und ein bühnenwirksames ‚Storytelling' hat ihm den Beinamen ‚Elefantenmensch' verliehen. Aus Mitleid und wissenschaftlicher Neugier nimmt Treves den unheilbar Kranken in seiner Klinik auf. Damit wechselt Merrick die Bühne: Statt in den Schaubuden der Jahrmärkte spielt sich sein Leben fortan im grellen Licht der Öffentlichkeit ab. Hinter der vermeintlich mitfühlenden Aufmerksamkeit für ihn verbirgt sich letztlich bloß die gleiche Sensationslust, die Merrick einst auf dem Jahrmarkt erdulden musste.

‚Freaks' wie Joseph Carey Merrick (1862-1890) zählten auf den Jahrmärkten des viktorianischen Königreiches zu den beliebtesten Attraktionen einer sensationsgierigen Gesellschaft, die im Ekel vor dem*der Anderen ihr Idealbild von Schönheit und Harmonie suchte - und noch immer sucht. Die ‚Freaks' und das ‚Besondere' haben bis heute ihren fixen Platz auf Leinwand und Bühne, häufig unter dem Deckmantel der scheinbaren Vielfalt, Diversität, Inklusion, der offenen Gesellschaft usw. Dahinter stecken oft Sensationsgier und Voyeurismus.

DER ELEFANTENMENSCH eröffnet die Reihe PALAST DER WUNDER, in der sich das Theater ecce anhand verschiedener Geschichten des ‚Besonders Seins' mit der Frage der menschlichen Würde beschäftigt.

Mit: Anna Adensamer, Salim Chreiki, Gerard Es, Kunigunde Eschbacher, Gerhard Fagerer, Reinhold Gerl, Florian Heis, Kristin Henkel, Josef Kocher, Anna Loch, Alexander Lughofer, Pamina Milewska, Vinko Najdek
Live-Musik: Ripoff Raskolnikov
Kostüm: Viktoria Semperboni
Bühne: Alois Ellmauer
Choreografie: Anna Adensamer
Inszenierung: Reinhold Tritscher


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