Theater

Der kleine Lord


Der kleine Lord - nach dem Roman von Frances Hodgson Burnett.

Kleiner Junge mit großem Herzen – So würden die zahlreichen Freunde, die er mit seinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn für sich gewinnen konnte, den achtjährigen Cedric Errol wohl beschreiben. Allen voran sein allerbester Freund, der Gemischtwarenhändler Mr. Hobbs, bei dem er fast täglich vorbeischaut, um einen Keks abzustauben oder ein wenig über Politik, Revolution und die Ausbeutung der Unterprivilegierten zu diskutieren.
Als Halbwaise in einem ärmlichen Arbeiterbezirk aufgewachsen, ist für Cedric eines gewiss: Wenn er groß ist, wird er ein Politiker, der sich für Gleichheit und Gerechtigkeit einsetzt – und dies, ginge es nach Mr. Hobbs, gleich als Präsident der Vereinigten Staaten.

Umso größer ist die Überraschung, als ihn plötzlich eine folgenschwere Nachricht erreicht. Sein bislang unbekannter Großvater, der unfassbar reiche John Arthur Molyneux Errol, zwingt ihn, als zukünftiger Erbe eines großen Vermögens in seine Fußstapfen zu treten. Bei ihm angekommen soll Cedric lernen, wie man sich als Angehöriger der wohlhabenden Oberschicht zu verhalten hat. Schnell wird allerdings klar, dass ihre Vorstellungen von Recht und Unrecht drastisch auseinanderklaffen. Wird es dem frisch gebackenen Millionenerben gelingen, den ebenso reichen wie hartherzigen alten Mann zu erweichen und an seine soziale Verantwortung zu erinnern? Kein einfaches Unterfangen, zumal der alte Griesgram nicht das einzige Hindernis ist, welches es zu überwinden gilt.

Frances Hodgson Burnetts Kinderbuchklassiker erweist sich als empathischer Appell für soziale Gerechtigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Privilegien, lernte die Autorin doch selbst beide Seiten der Medaille kennen, als die einst wohlhabende Familie nach dem Tod des Vaters zunehmend verarmte.


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